Macht es auf!

Samstags sind die Fußgängerzonen immer voll… manchmal sind sie voller. Und manchmal sind sie voller Theaterleute. Das nennt sich dann Smartmob und dieser Mob wischt durch die Rostocker Straßen, spielt auf, singt, tanzt, macht sich bemerkbar. Er verteilt ein Lächeln auf den Gesichtern der Passanten. Sie bleiben stehen, schauen, hören zu, lassen sich anstecken von einer Demonstration guter Laune mit dem die anwesenden Theaterleute und ihre Unterstützer sagen: hier ist euer Theater, hier ist Spielfreude, Spielfreude braucht Platz, gebt ihr Platz, gebt ihr ein großes Haus.

Das ist toll, das ist wichtig, das ist ein Schritt auf dem Weg zu verhindern, dass aus der bautechnischen Schließung von heute ein ensembleloses Bespieltheater für das Rostock von morgen wird.
Und trotzdem bin ich verwundert… wieviele Menschen arbeiten eigentlich am Volkstheater? Ist das wirklich so klein? Müssten da nicht viel mehr Menschen den Demonstrationszug bilden?
Ich komme aus dem Rheinland, ich will gar nicht nachrechnen wieviele Karnevalsumzüge und Schützenfestparaden ich miterleben musste. Rheinländer werden praktisch mit einem genetisch verankerten Grundwissen über menschliche Massenbewegungen geboren. Und liebe Rostocker, da ist mehr Masse möglich, da muss mehr gehen, da müssen mehr gehen… und zwar auf die Straße.
Der Zeitungsartikel schätzt rund 100 Demonstrationsteilnehmer, darin enthalten Freunde und Fans des Rostocker Theaters.
Heute beschäftigt das Volkstheater, dem Internet zufolge, etwa 350 Mitarbeiter/innen. Sagen wir mal rund 100 davon waren echt unabkömmlich. Bleiben 250. Allein geht man ohnehin nicht gerne demonstrieren und wenn es um den eigenen Arbeitsplatz geht, dann dürfen Kind und Kegel gerne mit… veranschlagen wir also weitere 200 Menschen, Partner, Freunde, Sprößlinge. Wir sind bei 450 Menschen. Die Hochschule, dem Theater in enger Partnerschaft verbunden, hat Ferien, das ist strategisch ungünstig, deswegen veranschlagen wir aus dem Bereich freies Theater und Hochschule nur knapp 50 Menschen – die 500 Demonstrationsteilnehmer sind somit erreicht. Hinzuzurechnen noch die Freunde und Förderer des Theaters, die Fans, Kulturverliebten und Bühnensüchtigen… beziffern wir sie mit ebenfalls 50.
In der Summe hätte diese Demonstration mindestens fünfmal größer ausfallen müssen, als sie stattgefunden hat.
Daraus ergibt sich eine Frage. Wo waren diese Menschen? Wo waren sie um dem Theater ihr Gesicht zu diesem wichtigen Anliegen zu geben? Wo waren sie um Rostock demonstrativ einzuladen seinen Ort des Geschichtenerzählens zu unterstützen?
Obwohl vielleicht nicht unangebracht und schwer sinnvoll… es gibt noch keinen Theaterschutzverein, der schützend an die Seite von Theatern springt, welche sich in einer Schieflage befinden. Theater schützen bleibt die Mission seiner Menschen, des Publikums genauso wie jedes einzelnen, der dafür sorgt, dass der Lappen hochgeht.
Na gut… es gibt ja immer Generalproben am Theater, bevor die Vorstellungen an’s laufen kommen. Und Generalproben sollen nicht optimiert funktionieren, das ist Theatergesetz. Theater bedeutet sich steigern. Immer mehr wollen, immer mehr machen. Und so gesehen ist das Gute: für die nächsten Demonstrationen ist noch Potential übrig. Potential an Zahl, an Masse, an Menschen, die ansteckend demonstrieren worauf Rostock nicht verzichten kann.

Ein Land, dessen Ernährungsgewohnheiten mich in Teilen anekeln, dessen Mentalität mir fremder ist als der Mond, dessen Kultur ich bewundere, dieses Land beeindruckt mich auf eine Weise für die ich nicht genug Worte des Respekts finden kann.
"Jetzt denk' doch nicht immer Erdbeben, Flutwelle, Vulkanausbruch!", sagt man, wenn jemand nicht übertreiben und die Kirche im Dorf lassen soll. Diesen Satz wird man nie wieder sagen können, denn die Ereignisse in Japan haben ihn erfüllt und um eine nukleare Katastrophe ergänzt.
Und dieses Land beeindruckt mich. Dort wo derzeit keine akute Gefahr besteht ebenso wie inmitten kriegsähnlicher Verwüstung und im Angesicht der Angst vor einer möglichen partiellen oder vollständigen Kernschmelze in drei Reaktoren.
Die Medien saugen die Bilder aus Japan auf, bereiten sie auf, verwirbeln sie, machen sie massentauglich, durchsetzen sie mit Tschernobylvergleichen, wollen Prognosen für einen Präzidenzfall mit dem niemand Erfahrungen haben kann.
Die Atomwerksbetreibergesellschaften sagen weltweit, was ihre Kollegen in Japan vor einer Woche nicht anders formuliert hätten. Politiker weltweit versichern die rigorose Überprüfung der landeseigenen Nuklearreaktoren.

"Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen"
(Dürrenmatt, in "21 Punkte zu den Physikern")

Eine Naturkatastrophe ist ein menschenunbestimmbarer Zufall, wo sie geschieht ist menschenunbestimmbarer Zufall… was sie trifft ist es nicht und sie hat eine Technologie getroffen, die uns keinen Spielraum gibt für Zufälle, Katastrophen und Fehler.

"Alles denkbare wird einmal gedacht. Jetzt oder in der Zukunft."
(Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd in "Die Physiker")

Das ist wahrscheinlich wahr. Menschen können mit dem denken schlecht aufhören. Manchmal können sie mit dem gedachten aber auch schlecht umgehen.

"Gewisse Risiken muss man schliesslich eingehen.
(Ernst Heinrich Ernesti, genannt Einstein in "Die Physiker")

Das ist mehr als wahrscheinlich wahr. Es ist unvermeidbar. Ist es aber auch unvermeidbar, dass wir alles tun, was wir tun können? Wann übersteigt der Preis dessen, was wir tun das, was wir verantworten wollen? Und wenn wir es nicht verantworten wollen, wäre es dann nicht sinnvoll weniger zu tun, als unsere störanfälligen Fähigkeiten hergeben?

"Wir sind mit unserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbaren gestoßen. Wir wissen einige genau erfaßbaren Gesetze, einige Grundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Erscheinungen, das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, dem Verstande unzugänglich. Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir haben uns vorgekämpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind ins Leere gestoßen. Unsere Wissenschaft ist schrecklich geworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnis tödlich. Es gibt für uns Physiker nur noch die Kapitulation vor der Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. Sie geht an uns zugrunde. Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich habe es zurückgenommen. Es gibt keine andere Lösung."
(Johann Wilhelm Möbius in "Die Physiker")

Man kann Wissen nicht zurücknehmen, man kann die Büchse der Panora nicht einfach wieder zukleben. Aber man kann den Umgang damit verändern. Man kann sich fragen, ob wir weit genug sind dieses Wissen zu nutzen, ob wir es beherrschen können mit einem Restrisiko, dessen Preis wir dann auch zu zahlen bereit sein müssen ohne darüber schockiert zu sein. Denn wir hatten bereits die Gelegenheit zu lernen wie dieser Preis aussieht.

„Die Zukunft der Menschheit hängt nicht mehr davon ab, was sie tut, sondern mehr denn je davon, was sie unterläßt.“
(John Irving (*1942), amerik. Schriftsteller)

Sie halten Karneval für einen Spaß? Pardon, das ist naiv. Und 'Tschuldigung, 'Tschuldigung, 'Tschuldigung, aber ich bin Rheinländerin und ich weiß es schon lange besser.
Lange vor jenem sozial abgründigen und kulturell brisanten Skandal, welcher aktuell und diesbezüglich durch Regensburg tobt.
Oliver und Jasmin (Namen von der Redaktion nicht geändert) sind Mitglieder der Statisterie des Regensburger Theaters. Oliver nimmt Ballettstunden und wöchentlichen Gesangsunterricht bei der Frau des ehemaligen musikalischen Leiters der Bühnen, Jasmin steckt im Abiturstress, ist deswegen derzeit unabkömmlich für den Theater E-Chor und strebt nach der Reifeprüfung die Bühnenreife durch Ausbildung an einer Schauspielschule an.
Beide zusammen bildeten das diesjährige Prinzenpaar der traditionsreichen Faschingsgesellschaft Narragonia 1848 eV zu Regensburg.
Ich lebe seit fünfeinhalb Jahren in Regensburg ohne realisiert zu haben, dass sich auch hier die Narren vereinstechnisch organisieren – aber wie erwähnt, ich bin Rheinländerin. Ich nenne das Karneval und bin dem Fasching gegenüber kulturvergessen und ignorant.
Zu den Aufgaben des Prinzenpaares im Vorfeld des Rosenmontags gehören selbstverständlich umfangreiche repräsentative Unterhaltungsauftritte unterschiedlichster Natur.
Diese führten Oliver I. und Jasmin I. auch in diverse Altenheime, wo sie den Senioren unter anderem Exzerpte der "lustigen Witwe" zu Gehör brachten. Die Senioren fanden das nicht lustig.
Sie sangen trotzdem „Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen, hab mich lieb…“. Die Senioren hatten sie nicht lieb.
Von Buh-Rufen wird berichtet. Von Beschwerden, die die Worte "Gesang" und "grottenschlecht" in einen protestierenden Zusammenhang setzten. Der Skandal formierte sich, das Präsidium der Narragonia 1848 reagierte und verhängte kurzentschlossen ein Gesangsverbot für sein Prinzenpaar. Das Präsidiumsmitglied Carl-Borromäus Prämaßing wird in der Mittelbayerischen Zeitung dazu wie folgt zitiert: „Es gibt ja sowas wie Fremdschämen. Ich will’s mal so sagen: Ich find mich zwar für einen schönen Menschen, aber ich tret mit meiner Figur auch nicht nackent bei den Chippendales auf.“
Prämaßing hatte es kommen sehen. Bereits am 11.11. letzten Jahres war nicht nur der Erzschelm Hoppeditz in Düsseldorf erwacht und hatte die jecke Zeit eingeläutet, nein, auch in der Narragonia Geschäftsstelle erwachte der jecke Gesangsschelm in Oliver und Jasmin in Form des Vortrags eines Operettenduetts. Prämaßing beschreibt seinen damaligen Eindruck so: "Ich hab gesagt: Leutchen, übt noch ein bisschen. Ich bin zwar kein Sänger, aber ich war beim Radio und hab einen Satz Ohren. Das isses nicht.“
Das isses nicht, das wurde es denn aber doch und fand seinen skandalträchtigen Höhepunkt in der Garderobe des St. Georg-Stifts der RKT in Burgweinting, kurz vor einem weiteren Auftritt. Präsident Roland Sintic gemahnte sein Prinzenpaar noch einmal nachdrücklich jedweden Gesang zu unterlassen. Es wird berichtet, dass daraufhin Jasmin ihr Diadem für immer absetzte und Oliver sein Kasperl-Zepter zurückgab.
Die Rücktrittserklärung der Tollitäten erfolgte wenig später standesgemäß auf Facebook.
Präsident Sintic fand sich nunmehr sämtlichen Narrenblaubluts entblößt. Er reagierte mit einer womöglich durch Shakespears Königsdramen und deren Verschleiß an königlichem Geblüt erworbenen Routine und ernannte kurzentschlossen Richard und Hannelore Goppel zu Prinzregenten. Die ehemalige Senioren-Tollitäten sind Träger des Radi-Ordens, füllten umgehen das bestehende Machtvakuum und fanden verantwortungsvolle königliche Worte als Hannelore Goppel feststellte: "Man hat sich auch bei den Bediensteten blamiert. Das fällt ja alles auf die Narragonia zurück."
Und recht hat sie, das soll man nicht machen, gutes Personal ist heutzutage schwer zu finden.

Sie denken, das wäre es jetzt gewesen? Das Prinzenpaar ist tot, es lebe das Prinzenpaar?
Weit gefehlt. Hätte ich denn sonst von einem Kulturskandal gesprochen?

Inzwischen schlug der Rücktritt nämlich Wellen, die Medien waren aufmerksam geworden, Zeitungsartikel kündeten in schneller Folge von den Ereignissen, Sat1 regional reiste an und das Prinzenpaar a.D. postierte sich auf der hiesigen Steinernen Brücke, immerhin Wahrzeichen und Teil des Welterbes der UNESCO, um dort die Probe auf's Exempel zu machen und ein Duett aus "My Fair Lady" zu schmettern.
Das Urteil einer amerikanischen Touristengruppe wird zitiert mit „very nice and peaceful“, es soll zu Applaus gekommen sein.
Die Mittelbayerische Zeitung startete eine empirische Umfrage betreffs der Gesangsqualität. Aktuell bekräftigen über 70% der abgebenen Stimmen, dass die Stimmen der beiden nicht abgeben werden sollten. Doch bitte… urteilen Sie selbst:

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/duett_des_ex_prinzenpaars/639786/duett_des_ex_prinzenpaars.html#Umfrage

Rechts mittig finden sie ein Video eingebunden mit aussagekräftigem Material zur Beförderung Ihrer Meinungsbildung.

War's das? Ja das war's. Oder, um Prämaßing zu zitieren: „Wir haben Bismarck und Hitler überlebt. Das werden wir auch überstehen.“
Aha.

Bliebe noch zu erwähnen, dass Pete Doherty derzeit in Regensburg weilt. Der Pete Doherty??? Ja, der. Er dreht zur Zeit in Regensburg und Sünching einen Kinofilm und das Skandalfrei und relativ unbemerkt von der Regensburger Öffentlichkeit. Während der Dreharbeiten auf der Bühne des Regensburger Theaters ließ er sich von der dortigen Leitung der Requisite sogar anstandslos zum rauchen vor die Tür schicken.
Was sind das für Zeiten, in denen britische Skandalrocker handzahm in der Kälte stehen um zu rauchen und die Kulturskandale den Gesangsqualitäten eines Prinzenpaares überlassen?
Was sind das nur für Zeiten!?

2003 geriet der FC St.Pauli in eine unbequeme Schieflage. Der doppelte Abstieg drohte, das Abrutschen in die Oberliga. Mit verantwortlich für diese Talfahrt waren fehlende finanzielle Mittel in Höhe von 1,95 Millionen Euro, aufzutreiben binnen drei Monaten.
Was tat der Verein?
Er rief eine beispiellose Rettungskampagne ins Leben. Neben Dauerkartenverkauf, Spenden und Benefitzaktionen kreierte er eine T-Shirt-Aktion und machte seine Fans zu seinen Rettern. Die T-Shirts mit dem Vereinslogo und der Aufschrift „RETTERIN“ oder „RETTER“ verkauften sich 140.000 mal und erbrachten einen Nettoerlös von 900.000 Euro.
Die Brauerei „Astra“ spendete 1 Euro pro verkauftem Kasten dem Verein, Kiezwirte kassierten 50 Cent-Solidaritätsaufschlag pro ausgeschenktem Bier… beides ergab zusammen 140.000 Euro.
Das Ende vom Märchen war: alle Rettungsaktionen zusammen erbrachten weit mehr als die benötigte Summe.

Warum funktionierte das?

Der FC St.Pauli ist eine emotionale Institution. Er ist es, weil er seinen Fans Emotionen schenkt und Erinnerungen, weil sie sich mit ihm identifizieren… und weil sie die Chance bekamen etwas heroisches für den Verein zu tun mit dem sie sich verbunden fühlen.

Das Volkstheater ist kein Fussballverein, Rostock ist nicht Hamburg… aber wo ist der Unterschied?
Theater ist ein emotionales Produkt, verwoben mit seiner Stadt, verbunden mit den Erinnerungen seiner Besucher. Theater ist Märchenvorstellungen, brüllende begeisterte Kinder, deren Wangen immer noch gerötet sind, wenn sie ihren Eltern zuhause das Erlebte berichten. Theater ist Party zur Musik der Beatles, ist Live-Konzert, Kult und Geschichte. Theater ist Überraschung, wenn Deutschunterrichtgenervte Schüler feststellen, dass ein Mephisto mindestens so cool sein kann wie Wolverine von den X-Men.
Theater ist Entführung aus der Wirklichkeit, Theater ist Verführung, Theater ist Begeisterung, Theater ist Berührung, Theater ist Verzauberung, Theater ist Erholung, Theater ist Inspiration, Theater ist eine Reise, während man Platz genommen hat –
Theater ist ein geniales Produkt für jedermann.

Warum soll mit diesem Produkt nicht funktionieren, was ein Fussballverein geschafft hat?

Will man betriebsbedingte Kündigungen verhindern, dann braucht das Volkstheater Rostock eine Ausweichspielstätte, die was her macht, die neues Zentrum für seine Geschichten werden kann… und mit dem die Rostocker sich identifizieren, weil sie geholfen haben es möglich zu machen.
Diese Ausweichspielstätte benötigt eine Finanzierung… am besten aber eine Finanzierung, die ein deutliches Bekenntnis des Publikums, der Rostocker in sich trägt.
Man braucht also Geld, Aufmerksamkeit für das Anliegen und Solidarität der Öffentlichkeit.

Warum keine T-Shirts? Logo und „RETTERIN“/“RETTER“-Aufdruck für die Großen… Babystrampler mit Logo und „Abonnent von morgen“ für die Kleinen. Meinetwegen auch mit „Intendant von morgen“-Aufdruck. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Warum nicht Cafés, Restaurants und Studentenkneipen zu einem Solidaritätsaufschlag von bloß 25Cent pro Heissgetränk animieren… Motto der Kampagne: „Heiss auf Theater“!

Das Motto darf dann zusammen mit dem Logo auch gleich noch auf Kaffeebecher gedruckt werden, deren Erlös ebenfalls der Ausweichspielstätte zugute kommt.

Warum nicht die überregional bekannte und traditionsreiche Hanseatische Brauerei Rostock GmbH anfragen, ob sie sich zu lokalpatriotischem Heldentum hinreißen lassen und es der „Astra“-Brauerei gleichtun wollen? Denn sein wir ehrlich… nach einem Theaterbesuch, schmeckt da ein kühles Bier nicht wunderbar zu dem Gespräch über das Gesehene?

Warum nicht eine Website ins Leben rufen?

www.rostock-rettet-sein-theater.de
Auf dieser Website wird informiert über den aktuelle Stand, Pläne und Aktionen, man kann direkt auf dieser Website spenden und, sofern die Spender das möchten, werden sie dort auch namentlich erwähnt.
Auf der gleichen Seite kann man die T-Shirts und Artikel ordern, zusätzlich zum Verkauf an allen Spielstätten.
Alle Theater in Deutschland bekommen den Link dazu geschickt, mit der Bitte um Aushang an allen neuralgischen Stellen ihres Theaters… so könnte man Deutschland, Österreich und Schweiz weit die Möglichkeit zur Solidarität anbieten.

Der Frühling kommt… und jeder, der so ein T-Shirt trägt, der trägt auch einen Standpunkt und Aufmerksamkeit in die Öffentlichkeit.

Macht die Aktion bekannt. Schenkt einer versammelten Kindergartenklasse, die hingerissen in der „Chinesischen Nachtigall“ gesessen hat, „Retter“-T-Shirts und bittet zum Foto- und Pressetermin in dem Outfit. Fangt O-Töne der Kinder ein und stellt das Video auf der Website, bei YouTube und auf dem Theater-Facebook-Account ein. Gebt der Presse Futter, schafft eine Leserschaft.

Theater ist Emotion. Theater retten braucht Emotion.
Und Theater weckt Emotionen, das ist seine Natur. Das ist sein Wert, seine Daseinsberechtigung, seine Unverzichtbarkeit. Es verschenkt Emotionen.
Nun ist es an der Zeit seinem Publikum die Chance zu geben dem Theater seine Emotionen zu schenken.