Die ISS umkreist unseren Planeten mit ca. 28.000 Stundenkilometern. An Bord gibt es ein Schild auf dem steht „17500 Miles Speedlimit“. Die Crew der Raumstation umkreist unseren Planeten alle 90 Minuten, das sind eine Menge Sonnenauf- und untergänge.

Da kann Silvesterfeiern in Stress ausarten. 16 mal umkreist die Station am 31.Dezember ihren blauen Planeten. Da bliebe nicht viel Zeit zu arbeiten. Und auch Silvester ist ein Arbeitstag auf der ISS. Es müssen Hautpartikel und Staubflusen von den Oberflächen gesaugt werden, weil alle Kleinstpartikel schwerelos in jede Ritze treiben. Sport muss betrieben werden gegen den Muskelabbau. Die laufenden Experimente und Vorbereitungen müssen abgearbeitet werden.

Gefeiert wird trotzdem. Dreimal. Je einmal nach der Zeit im Kontrollzentrum Houston (US-Bundesstaat Texas) und im russischen Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau sowie nach der Greenwich Mean Time (GMT). Hoch die Tassen. Nichtalkoholisch, versteht sich.

Obwohl sich hartnäckige Gerüchte halten, dass zumindest im russischen Teil der Station immer ein gewisser Vorrat an Hochprozentigem vorhanden ist… aus medizinischen Gründen selbstverständlich.

Zweifelsohne wird heute Alkohol eine vielfältige Verwendung erfahren. Nicht immer wird auf unserem Planeten dabei intelligentes Leben zutage gefördert. Auf dem Mars… könnte der Plan aber vielleicht aufgehen.

In diesem Sinne… PROST!

2011 war ein verbesserungswürdiges Jahr. 2012 geht angeblich die Welt unter… man kann Streitgespräche führen, ob das nun tatsächlich und insgesamt eine Verbesserung darstellt.

Wie die meisten Astronomen, Raumfahrtbegeisterten und Weltraumfans aber sehe ich dem 21.12.2012 recht gelassen entgegen und rechne auch im kommenden Jahr mit Weihnachtsgeschenken. Und deshalb wünsche ich allen für 2012 Gesundheit, Neugier, Mut, Kraft, Ideen und Lachen.

Ready to launch 2012… have a splendid year!!!

‚Twas The Night Before Christmas, NASA-style

‚Twas the night before Christmas, when all through the stars
Not a creature was stirring, not even on Mars.
The space boots were hung by the airlock with care,
In hopes that St. Nicholas soon would be there.
The robots were nestled all snug on their tires,
As visions of upgrades danced through their wires;
Mom put on her headset while I counted prime numbers,
We had settled our brains for a long winter’s slumber,
When out on the dome there arose such a clatter,
I sprang from my sack to see what was the matter.
Away to the porthole I flew like a flash,
And tore open the air filter with a great clash.
The moons on the crest of a new volcano,
Gave an alien luster to objects below.
When what to my wondering eyes should appear,
But a small UFO, and eight rocket reindeer,
With a little old driver so lively and quick,
I knew in a moment it must be St. Nick.
More rapid than light, his rockets they came,
And he whistled, and shouted and called them by name:
„Now Saturn! now, Sputnik! now, Titan and Atlas!
On, Redstone! on, Delta! Apollo, Polaris!
To the top of the dome! to the top of the wall!
Now blast away! blast away! blast away all!“
As meteors blaze through the heavens up high,
When they meet with the atmosphere and burn in the sky,
So up to the dome-top the rockets they flew,
With a ship full of toys, and St. Nicholas, too.
And then in a twinkling, I felt on the ceiling
The heat of the thrusters and landing tiles peeling.
As I covered my head, and was turning around,
Through the airlock old Santa Claus came with a bound.
He was dressed all in plastics, from his feet to his head,
And his clothes were all covered in dust that was red;
A bundle of toys he had flung on his back,
And he looked like a scientist opening his pack.
His visor- how it twinkled! his filter how scary!
His gloves were from Earth, the logos quite merry!
His space boots, how costly! they played songs and glowed!
The frost on his suit was as cold as Pluto;
The stump of his air tube held tight in his teeth,
And oxygen swirled round his head like a wreath;
He had a broad face and a little round belly
That shook, when he laughed, like a bowlful of jelly.
He was chubby and plump, a right jolly old elf,
and I laughed when I saw him in spite of myself;
A wink of his eye and a nod of his head,
Soon gave me to know I had nothing to dread;
He spoke not a word, but went straight to his work,
And filled all the space boots; then turned with a jerk,
And spreading his fingers just like Dr. Spock,
He quietly exited out the airlock.
He sprang to his sleigh, to his team gave a whistle,
And away they all flew like a high flying missile.
But I heard him exclaim, ere he drove out of sight,
„Happy Christmas to all, and to all a good night.“

(Copyright: Gail Koske Phillips and Patrick Koske-McBride)

 

Ein schönes, ruhiges, lächelndes, auf viele Weisen beschenkendes Weihnachten!

 

Liebes ZDF… Ihr macht ja manchmal ganz lustige Sachen und die Verbindung eines Pferdepopos mit der komplexesten Maschine, die jemals von Menschenhand gebaut worden ist… das muss man auch erstmal hinbekommen.

Das Space Shuttle und das römische Pferdehinterteil!

Aber… dann muss man auch richtig recherchieren, Leute. Die Größe der Triebwerke wurde von allem möglichen bestimmt – nicht aber durch das Hinterteil von Pferden. Allerdings, wenn man sich das Space Transportation System (STS) so anschaut, dann sieht man rechts und links vom gigantischen External Tank (ET) zwei Feststoffraketen, die solid rocket booster (SRB). Diese SRBs werden von einer Firma namens Thiokol hergestellt und die hat ihren Sitz in Utah. Und es sind diese Feststoffraketen, die dem STS während der ersten zwei Minuten Flug mit 70% Schub unter die Arme greifen, die von den Ingenieuren gerne ein wenig umfangreicher konzipiert worden wären. Konnten sie aber nicht, weil die Boostersegmente via Eisenbahn nach Florida verbracht werden – und da stimmt’s dann wieder mit dem Tunnel und dem Pferdehinterteil.

Es sind also die Booster und nicht die Triebwerke … und trotzdem, ja, der Gedanke hat was, dass ein Feature des hochtechnologisierten STS sich nach der Breite eines handelsüblichen Pferdehinterns richten musste…

 

Am 20 September 2011 endete in den USA eine seit 1993 bestehende Regelung namens “Don’t ask, don’t tell”. Sie besagte, dass Homosexuelle im amerikanischen Militär dienen, kämpfen und sterben dürfen so viel sie wollen… solange sie sich nicht offen zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen.

Seitdem muss das US Militär ungekannten Mut beweisen und sich seiner systemischen Homophobie stellen. Eine ganz neue Herausforderung, die nach Ansicht des Republikaners Rick Perry weitaus größere Probleme verursacht, als zunächst angenommen.

In seinem vorweihnachtlichen Werbespot „Strong“ verdeutlicht er die gesellschaftlich bedenkliche Ungerechtigkeit, dass Homosexuelle nun offen im Militär dienen können, während es Kindern nicht erlaubt sei offen Weihnachten zu feiern.

Wer den Budenzauber kennt, der in Amerika rund um das Weihnachtsfest betrieben wird, der mag kaum glauben, dass irgendjemand in Amerika nicht offen Weihnachten feiern darf – inklusive und besonders der Kinder. Aber Rick Perry besteht da auf einem Problem, das er verdeutlicht haben will und für dessen Existenz er natürlich Obama als Schuldigen ausgemacht hat.

VIDEO „Strong“

Warum Kinder in Amerika nicht offen Weihnachten feiern dürfen, was das mit den Schwulen und Lesben im amerikanischen Militärdienst zu tun hat, warum er für seinen Spot Musik von Aaron Copland (einem schwulen jüdischen Komponisten) gewählt hat und wieso er im Werbespot eine Lederjacke trägt die an Heath Ledger in „Brokeback Mountain“ erinnert – das wird wohl Rick Perrys Geheimnis bleiben.

Und weil an seinem Spot soviel rätselhaft bleibt ist ihm die Internetgemeinde umgehend hilfreich zur Seite gesprungen. Bereits drei Tage nach der Veröffentlichung gab es mehr als 370 Videoantworten, die hilfreiche inhaltliche Ergänzungen und Interpretationen anboten.

In einer dieser Antworten wird dazu aufgerufen Rick Perrys „Special Christmas Carol“ als unangemessenen Inhalt bei YouTube zu melden. Gemäß den Statuten ist das ohne weiteres möglich… aber sollte man nicht einen anderen Aufruf starten? – an Michele Bachmann, Newt Gingrich, Jon Huntsman, Ron Paul und Mitt Romney… please, do the same, make a video, share your deepest convictions and believes with us, let the people know what they are voting for, be honest, explain your standards of morality just like Perry did…come on, yes, you can, please do!

Das wären so schöne Weihnachtsgeschenke an die amerikanische Wählerschaft…

“When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down ‘happy’. They told me I didn’t understand the assignment, and I told them they didn’t understand life.” (John Lennon)

Ist es das? Ist es manchmal so einfach?

Vergessen wir nur, dass es so einfach sein könnte und beginnen jenen zu vertrauen, die sagen, dass alles viel komplizierter ist und man deswegen diese komplexen Zusammenhänge nicht mit einfachen Überlegungen beeinflussen könne?

Die Welt ist kompliziert geworden, vielschichtig, unbegreiflich, überfordernd, abstrakt, skuril, niemand kann sich überall auskennen, oder auch nur meistens auskennen. Da kann einem schnell mal der Überblick flöten gehen über das Gefüge, in dem das eigene Leben stattfindet.

Ich bin glücklich meine Steuererklärung hinter mich bringen zu können, Finanzmarkttransaktionen überfordern schnell meine Vorstellungskraft.Aber nehmen wir mal an, nur für 2 Minuten und 54 Sekunden, dass es so einfach sein könnte… tun wir’s doch einfach mal…