42! Ad Astra!

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  Manche Schauspieler haben ein Setcardalter und ein biologisches – ersteres ist meistens 5 Jahre jünger. Ich habe das nicht, ich habe nur ein Alter. Und seit gestern bin ich 42. Das ist eine tolle Zahl. Laut „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist 42 die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Ich rechnete also mit schlagartiger Allwissenheit um Mitternacht. Die ist ausgefallen. Aber ein anderes Wirkprinzip zeichnet sich ab – und wenn sich das für mein nächstes Lebensjahr durchsetzt, dann wird es chaotisch, aber spannend und am Ende kriege ich alles, was ich will. – Auch nicht schlecht. Ich war allein an meinem Geburtstag. Besuch in Bremen war geplant, fiel dann aber auf den letzten Drücker aus. Was Weihnachten für mich eine emotionale Katastrophe bedeuten würde ist Silvester, Ostern oder geburtstags überhaupt nichts schlimmes und ich hatte eine Menge vor. Traditionell fröne ich […]

R&R mit HM in HB – Häh??? – Genau!

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Die NASA kennt etwas, das nennt sich R&R. Die Abkürzung steht für „remove and replace“ und bezeichnet nichts anderes, als den Tausch von etwas nicht funktionierendem gegen etwas, das funktioniert. Ich befürworte dieses Verfahren nicht nur für Raumfahrttechnik. Man kann es ganz generell zur Anwendung bringen. In der Regel weiß man, was man aus seinem Leben „ausbauen“, entfernen möchte. Das Problem: auch eine Lücke ist ein Platzhalter, ein abwesender Platzhalter, der durch Leere an das jeweils zuvor dort befindliche erinnert. In diesem Fall schlägt man nicht bei Shakespeare nach, man vertraut auf die NASA und startet R&R-Actions. Nächstes Problem: was taugt als replacement – vorallem auf die schnelle? Alkohol… ähm… nö… der belämmert zwar hinlänglich den Geist, führt aber auf die Dauer zum Ausfall desselben und dann hat man was removed, was man so schnell nicht replacen kann. Eiscreme literweise… eine gute und vorallem köstliche Lösung – die bedauerlicherweise kiloweise […]

So goodbye, please don’t cry …

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  To taste the sweet… I faced the pain… – one moment in time… The time ist over… für eine Stimme, die sich in fünf Oktaven spielend austoben konnte, manchmal selbstvergessen in Stimmschlenkern zwischen kaum hörbar bis hin zur Wucht eines startenden Düsenjets. Man konnte das mögen, man konnte das hassen… allein, wenn man es einmal gehört hatte konnte man es niemals nicht wiedererkennen. Ihre Stimme konnte Songs, die nach nicht viel mehr klangen als dem musikalischen Demo eines Keyboards, in einen dramatischen Event verwandeln. Eigentlich hätte man die Musik neben ihrer Stimme weglassen können… ihre Stimme war ein Orchester und überlagerte ohnehin alles andere, drückte allem einen Stempel auf, unüberhörbar, unverwechselbar. Man konnte das mögen, man konnte das hassen… allein, man konnte es nicht beliebig finden. Whitney Houston wurde oft die „Queen of Pop“ genannt – aber eigentlich war sie Gospelsängerin. Daraus übertrug sie das Entrückte, entlehnte sie die […]

Bremen ist eingelaufen

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Einer meiner Lieblingskollegen, Thomas Gimbel, nennt mich seit 22 Jahren „alte Schwedin“. Er tut das vornehmlich deswegen, weil ich Ingrid Bergmann verehre und in meinen besten optischen Momenten manchmal einen Hauch von Ähnlichkeit mit ihr habe. Am Wochenende habe ich mich bemüht einem anderen Aspekt dieser Benennung Rechnung zu tragen. Ich liebe Kälte. Ich liebe knirschenden Schnee und knackende Eisflächen. Und ich laufe gerne. Der überwiegenden Ansicht der Gesundheitsexperten zufolge allerdings sollte man bei Temperaturen unter -10 Grad sportliches Laufen vermeiden. Bänder und Muskeln sind weniger gut durchblutet, die Verletzungsgefahr steigt. Die Luft kann beim Einatmen nicht mehr ausreichend erwärmt werden und schädigt die Bronchien. Niedrige Temperaturen verengen außerdem die Blutgefäße, sodass der Herzmuskel unter Belastung gegen einen höheren Widerstand anpumpt. Insgesamt sind Laufwettbewerbe und deftige Minusgrade also eine wirklich schwachsinnige Kombination. Wenn irgendwo organisierter Schwachsinn stattfindet, dann kann man davon ausgehen, dass ich mich in vorderster Front einfinde. Als […]

1.Europäischer Theatertag der Toleranz – „Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire!“

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Länder sind in Bewegung. Die Bewegung richtet sich nach den innenpolitischen Strömungen. Die ungarische Strömung hat eine signifikante Strömung nach rechts. Schon ein paar Jahre. Ungarn besitzt ein Pressegesetz, wie man es sonst nur von autoritären Staaten kennt. Der europäische Protest hielt sich in Grenzen, die EU forderte wenig verbessernde Abänderung – und bekam sie nur teilweise. Ungarn bekam im Gegenzug eine „Pressefreiheit“, die eine schlecht bemäntelte staatliche Zensur bedeutet. Premier Orbán hat eine Parlamentsmehrheit. Im Prinzip bedeutet das die Freiheit alles zu. Und diese Freiheit beschneidet vorallem die Freiheit der anderen. Demokratische Grundrechte werden ausgehöhlt, die Notenbank entmachtet, Schlüsselpositionen umbesetzt – Ungarn wurde von der Republik zur Nation, das neue Grundgesetzt beginnt nunmehr mit einem nationalen Glaubensbekenntnis.Die Europäische Union schweigt dazu weitgehend. Gelegentlich hört man von Besorgnis reden… wenige äußern sich so definitiv wie Daniel Cohn-Bendit, der Orbán als „autokratisch durchgeknallt“ bezeichnete. In einem solchen Land sind Kunst und […]