…dann hätten wir ja Freundinnen sein können, die ganze Zeit!

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Ingeborg Stüber, Antje Gospodar und Elisabeth Degen (Foto von links nach rechts) hatten Freizeit. Soetwas darf man Schauspielern nicht gewähren, sie kommen dann auf die dollsten Ideen. Das war bei den dreien nicht anders – und herausgekommen ist eine dreißigminütige Theaterpraline, die nach der Vorstellung der „Berühmtesten Dramen“ im Nachtprogramm gereicht wird. Minou Davar, die auch für das Bühenenbild der Dramen verantwortlich zeichnet, entwickelte eine rasante Verwandlung von selbigem in den Schauplatz von“JANE – Anamnese einer Abhängigkeit“ (sehr frei nach dem Film „Was wirklich mit Baby Jane geschah“)… keine leichte Aufgabe, die mit Beamer, weißen Überwürfen und prägnanten Requisiten jedoch erstaunlich überzeugend gelingt. Mit etwas Hilfe aus dem Ensemble dauert der Umbau mittlerweile nur noch rasante 10 Minuten. Teamwork ist wunderbar. Teamwork ist vermutlich auch dafür verantwortlich, dass „JANE“ zu einem köstlichen Minihorrortrip durch das Seelenleben zweier Schwestern geworden ist, die sich hassen und lieben, deren Schicksal untrennbar verwoben ist, […]

Die brühmtesten Dramen der Welt

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  Wenn jemand die berühmtesten Dramen der Welt für die Gegenwart bearbeitet und dabei (verständlicherweise) radikal kürzt – dann schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Sowas kann fulminant schiefgehen. Doppelt betroffen in diesem Fall Schiller mit „Wilhelm Tell“ und „Die Räuber“, Tschechow mit seinen „Drei Schwestern“, Goethe und „Faust“ fehlen selbstverständlich nicht, mit Beckett wird auf „Godot“ gewartet, Brecht und „Die Dreigroschenoper“ sind mit von der Partie, ebenso wie Lessings „Nathan“ und Shakespeare, ebenfalls doppelt aufgegriffen, mit „Hamlet“ und „Romeo und Julia“. Da sind eine ganze Handvoll meiner Lieblingsautoren versammelt. Entsprechend kritisch näherte ich mich dieser Uraufführung aus der Feder von Tom Peuckert, seines Zeichens freier Autor, Theaterregisseur, Dokumentarfilmer und Hörspielautor. Tatsächlich aber sind ihm zwei Dinge gelungen. Erstens hat er die Essenz des Inhaltes der Stücke erhalten, während er sie in gegenwärtige Situationen übertragen hat und zweitens ist es ihm gelungen in den Sprachduktus des jeweiligen Autors zu krabbeln… auf […]

1:15 ich muss die ganze zeit an dich denken.. – 1:25 das freut mich :) kuss, mama.

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SMS ist die Abkürzung für „Short Message Service“ und eigentlich war der Dienst ein Nebenprodukt… gedacht um Informationen über Netzstörungen und ähnlich dröge Mitteilungen an Handynutzer zu versenden. Seitdem hat sich das „texten“, das „simsen“, das „es-em-es-en“ zu einem kommunikativen Breitensport weiterentwickelt. Abkürzungen und Codes entwickelten sich um die 160 Zeichen einer handelsüblichen SMS möglichst effizient zu nutzen, Emoticons traten an die Stelle der Stimmlage eines Telefonates, Symbole für Sarkasmus, Lachen, Weinen, Wut, Stirnrunzeln, Unverständnis und vieles mehr. Wurden 1996 noch rund 0,1 Milliarden Kurzmitteilungen versendet tobten 2011 bereits annähernd 46 Milliarden davon durch’s Netz. Die SMS ist zum Kommunikationsinstrument mutiert. Mit ihr lassen sich Beziehungen beenden ohne die Deckung zu verlassen, dem Lebenspartner Ergänzungen zum abzuarbeitenden Einkaufszettel hinterherschicken, man kann Frivolitäten hinterlegen und manch Schulstunde oder Vorlesung einen vollkommen neuen Inhalt geben. Und da die Kurzmitteilungen mittlerweile als Flatrate angeboten werden kann man texten bis die körperlichen Grenzen erreicht […]

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  In 2,5Std. kann man theoretisch 3000 Rosinen essen, man kann rund 15.000 Worte sagen, etwa 50 Kilometer radfahren ohne sich groß zu verausgaben, man könnte wahrscheinlich 9000 mal einen Ping Pong Ball hin und her schlagen, man kann mit dem IC von Bremen nach Essen Hbf fahren, genial geübte Leser schaffen in der Zeit 135000 Worte… oder man läuft 20 Kilometer. Letzten Sonntag hatte ich mir letzteres als Zeitvertreib vorgenommen. Ich empfehle das nicht. Durchaus nicht. Sollte man die Wahl haben… selbst die Rosinen sind wahrscheinlich besser. Aber ich hatte es mir nun mal vorgenommen und wollte es ganz unbedingt. Über den Ausgang dieses Wunsches war ich mir noch unsicher, als ich mir meine Startnummer und den Einmalchip für die Zeitnahme abhole. Ich bin in Wettkämpfen nie weiter als 10km gelaufen, ich weiß, dass ich 15km schaffe… 20km bin ich noch nie gelaufen, noch nie. Als ich den Halbmarathon […]