Programme für Schauspieler

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Ich habe ein neues Notebook… nein, eigentlich kein Notebook, eine Workstation… und zugeben, das Ding ist vollkommen überdimensioniert, wenn man bedenkt, das Schauspieler rein theoretisch ihren Job ganz gut ohne Computerbeteiligung erfüllen können. Aber eben nur rein theoretisch. Denn es kann durchaus Sinn machen auch seine elektronische Performance zu verbessern. In der Regel übermotiviert und unterfinanziert kann ein wenig Wissen um die Benutzung binärer Schriftwerke Schauspielern vieles erleichtern und Finanzen einsparen… mehr, als man so auf den ersten Blick denkt. Heute möchte ich ein paar Programme vorstellen, die ich bei einigen Aufgaben als sehr hilfreich kennengelernt habe und gerne benutze. GIMP Wir alle verschicken Fotos. Niemand muss darauf wie ein Model aussehen, aber es soll auch keiner merken, dass man ausgerechnet an dem Tag einen völlig deplatzierten Rückfall in pubertäre Hautproblematiken sein eigen nennen durfte. GIMP ist eine Freewareentwicklung, die meiner Meinung nach dem Speicherplatzfressenden und kostspieligen Adobe-“Photoshop“ an Leistungsfähigkeit […]

Ein Ritterspiel (aber hallo)

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Am 17.April, 20h feiert „Das Käthchen von Heilbronn“ in der Lokremise Premiere. Passend dazu gibt es eine Premiere auf diesem Blog, denn ich habe eine Eintrittskarte zu verschenken. Ich erwartete zwei charmante Gäste zur Premiere und kaufte zu der Freikarte, die die beteiligten Darsteller bekommen können, eine normale Karte hinzu um vollkommen sicher zu stellen, dass die beiden auch wirklich in den Genuß des spektakulären Kleist’schen Ritterspieles kommen. Leider ist nun ein Gast verhindert… aber verfallen soll die Karte nicht. Wenn Ihnen der Sinn nach Schwertern, Burggrafen und Rittern, nach Engeln, Intrigen und Liebenden steht, verbunden durch die wundervolle Sprache von Kleist – dann schreiben Sie mir bis zum Premierenmittwoch 17h einen Kommentar. Ich werde mich sehr freuen dem ersten, der nach der Karte fragt, selbige an der Abendkasse zu hinterlegen und wünsche außerordentlich viel Spaß!

Gift! Asche! Nacht! Chaotische Verwirrung!

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Seine Familie bescheinigte ihm ein „nichtsnütziges Glied der menschlichen Gesellschaft“ zu sein. Goethe fand, er sei von einer „unheilbaren Krankheit“ befallen. Er selbst nannte die Welt „eine gebrechliche Einrichtung“ und stellte fest ihm sei „auf Erden nicht zu helfen“. Er beendete sein Leben selbst… durch eine Pistolenkugel, am Ufer des Wannsees in Berlin. Als er starb war seine Leserschaft überschaubar klein. Niemand mag wohl ernsthaft behaupten Heinrich von Kleist habe sein Leben in glücklicher oder auch nur gesunder Seelenverfassung zugebracht. Er war ein Reisender, ein Rasender, ein Suchender, der in der Schweiz Bauer werden wollte, in Koblenz Tischler, der studierte und nach Wissen fahndete, in Dresden eine Zeitung herausbrachte, manchmal seine Werke verbrannte und der französischen Armee beitreten wollte um Napoleon eine Kugel in den Kopf zu jagen. Die Gewalt dessen, was seine Seele umtrieb, der Überschwang seines Wollens mag mitbegründen, warum man sich in seine Sprache regelrecht verlieben kann, […]