„Ein großer Aufwand, schmählich! ist vertan.“

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Mitnichten, Mephisto, mitnichten… es sieht nicht danach aus! Ein sehr komplexes Schaustück schiebt sich gerade zusammen… und wahrlich, ein großer Aufwand ist’s gewesen. Die Kirche, so unbestreitbar schön und fraglos rahmengebend sie ist, sie war eine Herausforderung. Jedes gesprochene Wort hallt durch den Raum. Was für einen Gottesdienst enormen Sinn macht trifft sich höchst fatal mit der darstellerischen Angewohnheit dem ersten Wort in schneller Abfolge weitere folgen zu lassen. Die Akustik zu achten und trotzdem frei zu spielen brauchte eine eigene schauspielerische Balance und regieliche Sonderfeinjustierung vor Ort. Die Logistik des Hintergrundes ist bemerkenswert und allen helfenden Händen von Kirche und Theater auf das herzlichste zu danken. Unzählige Kostüme und Requisiten werden zwischen Kirche und Theater hin und her transportiert, bereitgelegt und an den unterschiedlichen Spielorten der Kirche deponiert. Allein herauszufinden wer wann wo abgehen muss um die nächste Szene sinnvoll zu erreichen ohne teleportieren zu müssen war eine strategische […]

Was die Welt im Innersten zusammenhält

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Wir tragen es mit uns, ohne wird es schwierig, wir haben immer zu wenig davon, metallisch ist es schwerer aber weniger wert, man kann Zugang über Plastikkarten dazu bekommen, es stellt sich in Zahlen dar und kann an Wert gewinnen oder verlieren, Börsen schieben es hin und her und man kann es von einer Variante im Wechselkurs in eine andere tauschen… Geld treibt uns um, Geld treibt uns an… und die wenigsten, die es es benutzen könnten sagen, dass sie verstehen, was es ist. Seine Entstehung ist unklar. Theorien sehen den Ursprung in Opfergaben, im Pragmatismus der Transportfähigkeit von Besitz, manche argwöhnen es entwickelte sich aus Schuldscheinen… richtig geklärt ist nichts davon. Es ist halt da. In „Faust II“ wird es vom Titelhelden mit einiger teuflischer Unterstützung aus der Wiege gehoben um die hochfliegenden Pläne des Suchenden nach dem „höchsten Augenblick“ zu finanzieren. Und inmitten dieser Wertschöpfung oder Werterfindung mahnt […]

Wohnst du schon oder lebst du noch?

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Hamburg bekleidet einen Spitzenplatz. Hamburg bekleidet DEN Spitzenplatz. Seit 2013 ist Hamburg die teuerste Stadt zum wohnen. Meine geschätzte Hamburger Kollegin Esther Barth, Mitbegründerin des freien Theaterensembles EAT.PLAY.LOVE., nahm dies zum Ansatz für ein Stück. „Wohnst du schon oder lebst du noch?“ soll nichts anderes werden als eine liebevoll bittere Homage an die schöne Stadt im Norden, eine Produktion zwischen Fiktion und sperriger Realität, eine Sprechtheaterperformance über Menschen, die eine Heimat suchen und dabei vieles finden können… Wurzeln, ein Zuhause, vielleicht sich selbst… aber eine bezahlbare Wohnung??? Am 29.08.2013 gibt es die Vorpremiere auf dem Spielbudenplatz zu sehen, am 25.Oktober wird „Die Burg“ die Premiere erleben. Bis dahin ist noch viel zu tun… darunter vieles, das nichts mit Performance zu tun hat, sehr wohl aber mit Promotion. Und so machte sich das Ensemble leicht bekleidet auf in ein Abbruchhaus zum Fotoshooting um das Marketing mittels Flyer in Gang bringen zu […]