brEXit

Veröffentlicht am 4 Kommentare

Dieser Blog hat einen griechisch-englischen Namen. „Theatron“ huldigt der Keimzelle des griechischen Theaters als „Raum zum Schauen“ – „Today“ schlägt den Bogen in das globalisierte englischsprachige Jetzt. Es schien mir eine logische sinnreiche Kombination. Seit gestern steht aber auch fest, dass aus einer griechisch-englischen Kombination unerwartete Seltsamkeiten erwachsen können, vielleicht weder logisch, noch sinnreich. Großbritanien und die Demokratie. Demokratie ist großartig. Niemand bei klarem Verstand kann das bestreiten und ich würde in keiner anderen Staatsform leben wollen. Aber auch sie hat Tücken und Schwächen. Die größte davon ist wahrscheinlich, dass sie darauf angewiesen ist, dass Menschen ihre Bedeutung verstehen. Eigentlich sollte das bewerkstelligt werden können, denn die Regeln sind einfach: 1. Ich habe eine Stimme. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Privileg und Verpflichtung zugleich. 2. Ich darf jede Überzeugung, die nicht nicht das Völkerrecht auf den Kopf stellt, vertreten und zur Grundlage meiner Stimmabgabe erheben. 3. Um zu einer Überzeugung […]

Schreisse!!!

Veröffentlicht am Schreibe einen Kommentar

Stalin führte eine Quote ein… für Verurteilungen und Hinrichtungen. Sie musste erfüllt werden – unabhängig davon, ob genug „Verbrechen“ für diese Quote generiert werden konnten. Es musste sie eben geben, denn es gab ja die Quote. Die Besitztümer der Verurteilten wurden eingezogen und dem Staat überantwortet. Der Staat war Stalin. Diktatoren sind bemerkenswert wenig subtil. Sie sind bemerkenswert durchschaubar. König Ubu verzichtet selbst auf diesen rudimentären Rest an Subtilität vollkommen. Es gilt sich zu bereichern. Dafür muss der bestehende König gestürzt, die Herrschenden müssen dem Schredder zugeführt und ihre Güter eingezogen werden. Basta. (Tim Kalhammer-Loew als „König Ubu“) Alfred Jarry erschuf seinen „König Ubu“ 1896 und legt darin, verspielt, schonungslos und unbemäntelt, die Prinzipien von Herrschaft offen, die Typologie von Macht. Seinem König zur Seite steht dessen Frau, deren Begierde nach Macht und Gold durch den Einsatz aller verfügbaren Mittel der seinen in nichts nachsteht. Aber was passiert eigentlich, wenn […]