Ein Schloss in HD

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Vor zwei Wochen bin ich ins Schloss gezogen. Ich hatte schon immer ein wirkliches Faible für Schlösser – und Burgen erst. Also schien mir das eine gute Idee zu sein. Die Stellenbeschreibung war einfach: „Alles regeln, was im Schloss zu regeln ist!“. Ich fand, das ginge sehr in Ordnung so und machte mich frisch an’s Werk. Die Prinzessin ist ganz reizend. Clever und smart und… nun ja, gerade ein Teenager… aber, Himmel, das waren wir ja alle mal. Ihr Papa, der König, ist… ein wenig schräg. Eigentlich herzensgut, aber schräg. Es macht ihm noch sehr zu schaffen, dass die Königin sich aus dem Staub gemacht und nichts als einen Brief hinterlassen hat, auf dem sie ankündigt sich ein neues Leben suchen zu wollen. Seitdem balanciert der König zwischen den Staatsgeschäften und exessivem Jojo-Spiel… ich bin sehr unschlüssig ob das als duchgängig gesund zu betrachten ist. Angelegentlich erscheint er mir verwirrt. […]

Nekropolis – Bite Club – Menschheit 2.0 ???

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Wir leben in einer Zeit, in der ein nordkoreanischer Diktator und ein amerikanisches Diplomatiegenie einander mit Nuklearschlägen bedrohen um einen Krieg zu vermeiden. Clever. Diese brisante Kindergartenlogik beweist: die Apokalypse gehört in die Hände von Fachleuten… vorzugsweise Schauspielern. Dort ist sie nicht nur unbedenklich für die menschliche Spezies. Sie ist dann vor allem auch unerwartet unterhaltsam. „Nekropolis – Bite Club“ hatte die ersten beiden Vorstellungen. Die zweite Folge der städteübergreifenden viralen LiveHörSpiel-Reihe der Theater Konstanz, St.Gallen und Aachen steuert vollkommen unverhohlen den Menschheitsuntergang an und kommt dabei ganz ohne frustrationsschürende Gesellschaftsendzeitabrechnung aus. Das ist nicht zuletzt der Lebendigkeit des skalpellfein beobachteten Textes von Anita Augustin geschuldet, der seine Figuren ernst nimmt, sorgsam im Grenzbereich von Sehnsucht, Wirklichkeit und Wahnsinn balanciert und dabei mühelose Sprachbrücken baut zwischen Nachdenklichkeit, Witz und Aberwitz. Regisseur Eike Hannemann zettelt damit ein vergnügliches „end of the humans as you know them“ an (nach Belieben zu singen […]