„We can’t have an orange präsident.“

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Jeder Mensch, der sich für Körpersprache interessiert, für Rethorik und Dramaturgie, für Performance und mediale Präsenz kann im amerikanischen Kampf um den Einzug ins White House gerade Studien treiben. Mannigfaltige Studien. Es ist urkomisch, bittersüß, tieftraurig, hochperfomant, seifenoperschmierig – und, wenn man die Nerven hat zu vergessen, dass es tatsächlich um die Leitung eines der einflussreichsten Länder der Welt geht, very entertaining.

Amerikanische Politik ist nicht zimperlich, auch nicht in ihren medialen Auswüchsen. Nie gewesen. Aber augenblicklich ist man geneigt Netflix zu canceln… wer braucht gerade noch „House of Cards“?

Traditionell hocheingebunden in den amerikanischen Wahlkampf sind die Celebrities. Insbesondere dann, wenn Emotionen Argumente meucheln und die mediale Schlacht in „Game of Thrones“ Schlagstärke geführt wird.

Hillary Clinton kann sich dabei über namhafte Wortmeldungen und Positionierungen zu ihren Gunsten freuen. Hier einige unterhaltsame Beispiele…

„Was macht ihr, wenn Trump Präsident wird?“

Salma Hayek mit ganz eigenen Aufarbeitungsstrategien für die Lage, einer treffenden Analyse und einem guten Tipp für Trump…

Mr. Ford… you are so goddamn cool… and the force is so much with you…

Amerika ist eine Demokratie, das ist unbestreitbar. Das Land ist vollgestopft mit Wahlberechtigten. Diese Berechtigung allerdings hat ein Verfallsdatum.

Die Wahl ist am 8. November… wer sich bis zum 4. Oktober nicht als Wähler/in registrieren lässt ist raus. Bis zur gültigen Stimmabgabe fordert die USA also zwei Willensbekundungen. Lass‘ Dich registrieren! Geh‘ wählen!

Oder, um es mit Will Smith zu sagen, „My Father taught me, if you don‘t vote, you have to shut up.“.

Zeit also das letzte Hemd dafür zu geben… und die Hose… und die Unterhose… ja, die Socken auch… Amerika eben…

Gewiss, man kann sich jetzt zurücklehnen und in sicheren Gefilden wähnen, weil der amerikanische sich zum deutschen Wahlkampf verhält wie eine Las Vegas Leuchtreklame zu einem Reclambuch. Aber beides wird mich irgendwie betreffen – und ich kann nur bei einem wählen.

So, dear americans… register… vote… and keep in mind…

„Democracy is a device that insures we shall be governed no better than we deserve.“

„Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden als wir es verdienen.“ (George Bernard Shaw)

Ein Gedanke zu „„We can’t have an orange präsident.“

  1. Natürlich ist Amerika eine Demokratie, aber eine nicht ganz einfache, manchmal hoch kompliziert und bis der Normalbürger außerhalb der USA die Zusammensetzung und Wahlverfahren verstanden hat, kann eine lange Zeit vergehen. Die amerikanische Demokratie, also der jetzige Wahlkampf zu den Präsidentenwahlen kostet Geld und verschlingt Millionen. Das wäre bei uns undenkbar auch die regierenden Familien, siehe Bush, jetzt Clinton, damals die Kennedys. Freiheit ja, Demokratie sicher, anders und einfacher wird es trotzdem nicht. Man diskutiert über Trump! Schauspiel, Drama, Lustspiel von ihm? Unterhaltungswert? Naja, es kann der mächtigste Mann werden. Nur, wie wird dieser Mann überhaupt Kandidat für die Präsidentenwahl? Irgend wie ist das ja wohl gelungen und nun?? Wenn er gewählt wird, was dann? Trump hat keine politische Erfahrung, Clinton hat sie. In einer Hinsicht bin ich aber beruhigt! Jeder Präsident hat sonst was angekündigt, bis er auf seinem Stuhl im Oval – Office saß und sein Beraterteam ihn langsam und vorsichtig erklärte, was weltweit überhaupt möglich ist. Die USA ist ja kein Bananenstaat. Wir werden ja sehen, wie die amerikanische, demokratische Wahl ausgeht. Jedenfalls liegt Spannung in der Luft.
    Und …. ein kleiner Hinweis mit Spaß verbunden: Ein Glück, dass ich meine Englischkennnisse wieder ausgraben konnte! Frau Rhode, eben international, voll im Trend, nichts anderes hatte ich erwartet…….

    in diesem Sinne

    liebe Grüße Brain

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