Die presidential primaries eingeschlossen sind amerikanische Politiker/innen seit rund 1,5 Jahren damit beschäftigt Unzufriedenheit und Hass im Land auszusähen – für ihren Einzug in das Weiße Haus.

Geschätzte 2,7 Milliarden Euro haben sie umgerechnet dafür ausgegeben.

Sie waren erfolgreich. Die United States of America verdienen das erste Worte in ihrem Namen nicht mehr so recht und werden auch nach dem heutigen Wahltag Mühe haben es wiederzufinden.

Viel gewinnen kann das Land so nicht mehr. Aber es kann immer noch viel verlieren.

Ein Hamburger mit Wohnsitz in San Diego es auf den Punkt gebracht…

dear-americansI approve this.

UPDATE – 9.11.2016, morgens…

Ich möchte, dass dieser Blog persönlich ist, aber nicht privat.

Aber ich war die ganze Nacht wach, ich hatte zu viel Kaffee und ich bin trotzdem müde – jetzt werde ich unsachlich und persönlich privat.

Winston Churchill hat gesagt „Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“. Er hat recht, immer noch. Wir haben nichts besseres. Aber Demokratie wurde erfunden um den Wölfen die Macht über die Schafe zu nehmen. Nicht, damit die Schafe die Wölfe wählen.

Den amerikanischen Präsidenten Trump gibt es, weil Millionen und Abermillionen Menschen, die Trump öffentlich missachtet, verachtet und beleidigt hat, ihn gewählt haben … oder eine chancenlose Drittpartei oder gar nicht erst wählen gegangen sind. Es brauchte nicht viel Intelligenz oder Vernunft um zu wissen, dass das eine bemerkenswert unnützliche Entscheidung für das eigene Leben bedeuten würde. Aber sie haben es getan.

Amerika hat verloren. Jene Hälfte des Landes, die das jetzt schon weiß, tut mir leid.

„Make america great again“? – Erst heute ist Amerika zu einem Land geworden, das diesen Satz einmal nötig haben wird. Dann, wenn Trump Geschichte ist und die Scherben aufgesammelt werden müssen. Denn Demokratie ist auch das Recht das eigene Land mit einer knappen Mehrheit ins Desaster zu wählen.

Es ist kein sinnvolles Recht, es ist nichts gutes… aber es ist das Recht der „schlechtesten aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen“.

Ja, heute hat Amerika eine historische Nacht… von der es sich vielleicht eines Tages wünscht, dass es sie nie gegeben hätte.

Ich tue es heute schon.

 

4 Kommentare

    • Weißt Du… neben meinem Blognamen steht „Betrachtungen, Bewunderungen und Verwunderungen“… nichts davon trifft es.
      Bewunderung ganz sicher nicht. Betrachtung? Etwas zu milde. Verwunderung? Nein… ich bin entsetzt.
      Ich weiß nicht, wann sich demokratisches Weltgeschehen für mich zuletzt so falsch angefühlt hat. Ich glaube noch nie.

  1. Ich zitiere mal aus meinen eben verfassten eigenen Einlassungen zum Thema: Die Amerikaner haben ihren Schlächter zum Präsidenten gewählt. Dieser größenwahnsinnge, sexistische Zuhälterverschnitt, dieser grobschlächtige Antidemokrat zieht ins Weiße Haus ein – und ich bin jetzt völlig verpennt. Tolle Wurst.

    • Ja. Ja. Und nochmals ja. Du hast eine wörtliche Treffsicherheit… und ich wünschte, Du könntest was wunderbares damit beschreiben… statt diesem unausprechlichen Mist.

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