Mein Name ist Dr.Wittek… Wilma Wittek. Ich arbeite für das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in St.Gallen.

Sie kennen mich wahrscheinlich nicht.

Aber Sie werden mich kennen lernen – weil Sie mich brauchen werden. Alle werden mich brauchen. Ich bin die einzige Front, die letzte Front gegen etwas ungeheuerliches.

Ich bin da auf etwas gestoßen… etwas… unmenschliches… nein, ich spreche nicht von fehlender Humanität… nein… etwas nicht menschliches… aber in einem Menschen unmenschlich… verstehen Sie, was ich meine?

Ich glaube, es hat in St.Gallen begonnen. Vor etwa einem Jahr. In einer Bäckerei. Dann hat es lange geruht.

Seit dem 1.April gibt es Berichte über „Vorkommnisse“ aus Konstanz. Und nein, das ist kein Scherz.

Das Theater dort ist der Infektionsherd.

Aber jetzt ist es wieder in St.Gallen. Es ist zurückgekehrt.

Und ich habe es entdeckt. Ja, ich.

Es begann, als die Hunde begannen. Zu beißen.

Das machen die sonst nicht. In St.Gallen beißt niemand jemanden. Nie.

Aber jetzt beißen sie.

Und wissen Sie, was ich entdeckt habe? Die Beißer wurden gebissen.

Und wissen Sie noch etwas? Nichts daran entspricht unseren Vorschriften, nichts daran ist normal.

Ich kann Ihnen nicht allzu viel sagen, meine Untersuchungen dauern noch an.

Keine Panik! Bleiben Sie ruhig. Ende April werden Ihnen Ergebnisse präsentiert werden. Sie werden alles erfahren, was Sie wissen müssen. Und noch viel mehr.

Bleiben Sie wachsam. Denn ich glaube nicht, dass es in St.Gallen endet.

Ich muss jetzt zurück ins Labor… da warten Proben auf mich… viele Proben…

9 Kommentare

  1. Wie kommt man auf diese Idee? Gut gelungen.Mal was anderes. Erst weißt der Leser nicht worum es geht, aber mit dem Bild am Schluss wird alles klar. Denke ich jedenfalls.

    Viel Erfolg mit der Präsentation der Ergebnisse.

    LG Brain

  2. Silvia Rhode

    Ja, dieses Projekt ist wirklich… speziell. Ich mag spezielle Dinge sehr.

    Und ich unterschätze keineswegs Dein detektivisches Gespür, ich weiß schließlich… Dein Job und Deine Passion… aaaaaaaaber… Mr.Holmes… sind Sie sicher, dass Sie schon alle Windungen und Wendungen dieser vertrackten Geschichte überblicken? 😉

    Wie gesagt, ich weiß, Dein Name ist gut gewählt… aber wir werden einiges anzetteln und aufklären…!!! Nicht alles… die Infektion wird ja an Aachen weitergegeben.

  3. Wie ich Dich kenne, wirst Du Recht haben.
    Es gibt nur eine Alternative! Ich sollte die Ermittlungen persönlich führen und mich vorher impfen lassen.
    Man gut, daß wir zwei Humor haben!

    • Silvia Rhode

      Gegen Infektionen, die durch Bühnengeschehen verursacht werden, gibt es keine Impfung… es ist eine lebenslange wunderbare Infektion, die unbehandelt bleiben kann und zum Kauf vieler Theatertickets führt. 😉

  4. Laufen die Franzosen Gefahr, sich anzustecken?

    • Silvia Rhode

      Ich weiß nicht… ich weiß nur, dass der nächste Infektionsausbruch in Aachen erwartet wird… und zwischen Aachen und Paris gibt es doch eine Thalys-Verbindung, oder?
      Hm…

      • In der Tat – zudem arbeite ich gerade mit einem Kaufmann zusammen, der in regelmäßigen Abständen von Paris nach Aaachen zu reisen pflegt. Gibt es bereits Impfstoffe, Hausmittel, Vorsorgemaßnahmen??? Bedenke sie, dass ich neben Flugangst auch Panikattacken mein eigen nenne … in diesem Sinne: bon courage für die weitere Forschungsarbeit!

  5. Infektionen durch Bühnengeschehen kommen dann vor, wenn eine gewisse Frau Rhode mit auf der Bühne steht.Ich sollte tatsächlich ein Ticket kaufen.

    • Silvia Rhode

      Das ist eine sehr charmante Interpretation der Ansteckungsgefahr mit Bühnenfieber und Theateritis – aber die Krankheit kam schon im alten Griechenland vor und ich bin Jahrgang 1970.
      Trotzdem danke für Deine Sichtweise. 😉

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