Mein offener Brief an Martin Rütter hatte ein bemerkenswertes Echo. Ich erhielt ungewöhnlich viele Kommentare und Rückmeldungen für die ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken möchte.

Heute war einer dabei, der mir eine Ergänzung zu diesem Brief notwendig erscheinen lässt. Er lautet:

"Nett formuliert, aber schlecht recherchiert. Herr Rütter hat bereits am 26.02.2009 Stellung zu dem Missverständnis genommen. Nachzulesen in seinem Gästebuch, unter dem entsprechenden Datum:http://www.ruetters-dogs.de/Infos/Gaestebuch?year=2009

Ich freue mich auf den nächsten “offen Brief”.

Beste Grüße, Peppi"

Ich halte Kritikfähigkeit für ein oberstes Prinzip der Güteklasse bei Schauspielern. Wir alle wissen wie leidig und nutzlos man Probenzeit zubringen kann, wenn sie abwesend ist. Ich ging also dem Link nach und fand in Martin Rütters Gästebuch folgende Anfrage:

"Herr Rütter, ich hätte gerne mehr über das Zitat "Nur Depravierte halten sich Listenhunde" von Ihnen erfahren. Es haben sich ja nun schon diverse Leute mit Listenhunden nach einem Training bei Ihnen erkundigt und wurden abgewiesen, weil Sie und Ihr Team "mit solchen Hunden nicht arbeiten" und "diese Tiere sowieso lieber alle euthanisiert werden sollten". Ich finde das eine unglaublich rassisitische Haltung. Sie tun doch so, als seien Sie Hundefreund? Wie passt das denn zusammen? Oder sind Sie nur ein Hundefreund, wenn es sich um einen Nicht-Listenhund handelt und die Kamera läuft? Es sieht ganz so aus…"

Als direkte Antwort darauf schrieb Martin Rütter folgendes:

"STELLUNGNAHME MARTIN RÜTTER:

Liebe Frau Weber, vielen Dank für ihre Mail. Sie sind zu Recht entsetzt. Es haben mir Gott sei Dank auch schon andere Hundefreunde geschrieben. Selbstverständlich habe ich den Satz nicht gesagt. Zum einen haben Mitarbeiter von mir Mischlinge so genannter Listenhunde, zum anderen arbeite ich selbstverständlich mit allen Menschen gerne, die motiviert sind. Für mich spielt es überhaupt keine Rolle welche Hunderasse ein Mensch hat.

Der Journalist hat es auch nicht bös gemeint, sondern einfach ein paar Sätze miteinander vermengt. Das Gespräch ging über 45min und wir haben in der Zeit auch über Listenhunde gesprochen. Da das leidige Thema aber jetzt seit Jahren in allen Formen und Farben durch die Medien geleiert wurde, gab es wirklich nicht viel dazu zu sagen. Und so kamen wir sehr schnell auf ein Thema, dass mir sehr am Herzen liegt: Nämlich Deprivationserscheinungen von Hunden, die unter schlechten Bedingungen gehalten bzw aufgezogen wurden. Und auch wenn es nur ein kleiner Buchstabe ist, so ist das Thema DeprIvation, doch ein anderes als DeprAvation. Ich hoffe ich konnte sie beruhigen, dass mein Herz tatsächlich nicht nur vor der Kamera an Hunden hängt.
Herzliche Grüße und weiterhin viel Spaß mir ihren Hunden. Martin Rütter"

Zum besseren Verständnis und direkten Vergleich nochmal das von mir im ersten Beitrag erwähnte Rütter-Zitat:

"Über die Gefährlichkeit von Kampfhunden und deren Besitzer will er dabei erst gar nicht reden. "Man muss danach fragen, was das für Menschen sind, die sich solche Hunde halten", so sagt er dann aber doch. "Es sind meist Depravierte, die wohl ihre eigenen Gründe haben."

Dass er über das Thema "Kampfhunde" nicht reden mag ist in beiden Aussagen deckungsgleich. Der Rest soll Mißverständnis sein.

Nun muss niemand eine Schauspielerin überzeugen, dass Journalisten gelegentlich Inhalte verwirbeln, Mißverständnisse vorkommen und Flüchtigkeitsfehler passieren können. Ehrlich gesagt bin ich immer schon froh, wenn mein Vorname nicht mit "y" geschrieben wird und mein Nachname nicht plötzlich eine Verwandtschaft zu Armin Rohde suggeriert weil das "h" verrutscht ist.

Wieviel Mißverständnis aber liegt wirklich zwischen seinem Zitat und seiner Erklärung? Nun, zunächst einmal muss der Journalist im vergangenen Thema verblieben sein, während Rütter schon beim nächsten war. Setzen wir mal diese inhaltliche Abwesenheit voraus. Dann muss er Deprivation mit Depravation verwechselt haben. Nehmen wir diesen Hörfehler an. Anschließend muss ihm zusätzlich entgangen sein, dass Rütter thematisch über Hunde sprach, statt über Hundehalter. Denn sonst wäre der Hörfehler zweifellos aufgefallen – Deprivationserscheinungen bei Hundehaltern fallen üblicherweise in das Fachgebiet der Psychologie und sind nicht Teil eines Interviews mit einem Hundeprofi.

Abschließend muss der vollkommen abwesende und mehreren Mißverständnissen erlegene Journalist die Frechheit besessen haben aus all dem einen Satz zu erbasteln, welchen er Martin Rütter als wörtliches Zitat in den Mund legte.

Ob das eine plausible Möglichkeit ist, eine Wahrscheinlichkeit… das zu beurteilen möchte ich an dieser Stelle jedem selbst überlassen.

Stattdessen möchte ich auf die aktuelle Ausgabe einer Hundezeitschrift verweisen, die folgenden Leserbrief abdruckte und kommentierte:

"WUFF Das Hundemagazin" (Aktuelle Ausgabe 05/11)

Darin äußert sich sein Team grundsätzlich anders zu der Äußerung, die auf einem Mißverständnis beruhen soll. Entweder bestehen da Abstimmungsschwierigkeiten oder mit der logischen Übereinkunft seines Gästbuchseintrags und der Teamäußerung wird es schwierig.

Die Redaktion zumindest wurde auf Nachfrage auf den vorliegenden Schriftwechsel als aktuellen Stand die Äußerung betreffend verwiesen. Dieser Stand schließt die Bennung von 16 wesensunterschiedlichen Rassen als "Kampfhunde" ein und die weitere Verwendung des Begriffes "Kampfhund", trotz bestehendem Bewusstsein über die Negativbesetzung.

Das ist nicht nur wissenschaftlich inkorrekt, es ist vorallem vorurteilsfördernd. Dem habe ich in dem offenen Brief erwidert. Auch nach den angeregten und weiterführenden Recherchen kann ich nichts erkennen, was die Notwendigkeit dieser Erwiderung überflüssig machen würde.

30 Kommentare

  1. Andrea Pausch

    Liebe Frau Rhode,

    mal wieder schön geschrieben und gut erkannt, was Peppi scheinbar verwehrt bleibt. Ich glaube ein Herr Rütter hatte und hat bedenken, dass ihm die hunde-F(ä)elle und die Quote davon schwimmen. In verschiedenen Internetforen wird Rütter aktuell gerade „heiß“ diskutiert, was ich persönlich sehr begrüße.
    Ich glaube nicht an eine Verwechslung der Vokale in dem Interview aus 2008, ich arbeite täglich mit psychisch erkrankten Menschen und von meinen Teilnehmern hat keiner einen Soka. 😉 Augenwischerei, schon damals und der jüngste Artikel in Wuff bestätigt für mich meine Vermutung!

    Danke, Frau Rhode (ich war so fest davon überzeugt, dass sie mit Armin verwandt sind 😉 )und viele Grüße, Andrea Pausch

    — Andrea Pausch

  2. Vanessa Bootz

    Liebe Frau Rohde,

    soll ich diesen Brief nur wirklich ernst nehmen? Welches interesse besteht bei ihnen, Martin Rütter auf eine solche Art und Weiße bloß stellen zu wollen? Ihre Aussagen sind teilweiße sehr feindlich formuliert, wobei ich mich Frage, ob es Ihnen dabei um den Begriff Kampfhund geht, oder um Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Was sie nun durch diesen Brief wohl auch geschafft haben. Nur schade, dass manche Menschen immer auf den Rücken andere sich versuchen hochzuziehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vanessa Bootz

  3. Liebe Frau Rhode,

    vielen Dank für Engagement für Listenhunde. Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen für diese Tiere Partei ergreifen würde.

    Zum Thema Rütter:
    Ich war wirklich entsetzt über die Aussagen. Für mich hat ihn das völlig disqualifiziert.

    In den Sendungen ist mir generell aufgefallen, dass Herr Rütter eine, nennen wir sie mal DEPRAVIERTE Einstellung zu Tierheimhunden im Allgemeinen hat.
    Ein vermeintlicher Hundeprofi, der bestimmte Hunde aufgrund deren Rasse oder Herkunft diskriminiert zeigt für mich, dass er nicht den notwendigen Sachverstand hat.
    Ein Hundetrainer müsste es eigentlich besser wissen.

    Der ein oder andere, der Ihren offenen Brief als „feindlich“ bezeichnet, hat scheinbar die Aussagen von Herrn Rütter nicht verstanden.
    Denn der „Hundeprofi“ selbst hat mit seinen beleidigenden, intoleranten und diskriminierenden Worten in die unterste Schublade gegriffen.
    Sich hier durch angebliche Missverständnisse die Haut rein waschen zu wollen zeugt für mich eher davon, dass er überhaupt nichts begriffen hat und auch nicht bereit ist, sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen.

  4. Ümit Kirdar

    Sehr geehrte Frau Rhode,

    ich kann mich der Meinung meiner Vorschreiberin, Frau Bootz, nur anschließen. Bis dato war mir Ihr Name nämlich kein Begriff, was wohl auch die Intention dieser offensichtlichen Anfeindung eines populären Hundetrainers erklären dürfte.

    Ginge es um die Hunde bzw. die Hunderassen, so wäre es durchaus möglich etwas für das Image dieser zu tun, ohne dabei ein populäres Ziel unter Dauerbeschuss zu setzen. Das würde im Übrigen auch Ihr eigenes Image nicht schädigen, was diese Aktion bei vielen Lesern tun dürfte.

    Den Wert des Zuspruchs einzelner würde ich nicht zu hoch einstufen, sowas geht ganz schnell mal nach hinten los.

    Wenn es darum geht, welche Art Menschen zu einem Großteil Besitzer von Listenhunden sind, so würde ich im Übrigen eine Zusammenarbeit auch verneinen. Ausnahmen sind die, die dann die Statistik bilden, die meisten dieser Hunde sind nämlich gar nicht oder unter einer anderen Rassenbezeichnung angemeldet.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ü. Kirdar

  5. andrea pausch

    sehr geehrter herr kadir,
    „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“ (Albert Einstein)
    nach meiner einschätzung geht es frau rhode (und nebenbei auch mir selbst) ganz sicher nicht darum herrn rüttter schlecht zu machen oder sich selbst zu profilieren. in den offenen briefen von frau rhode geht es nach meiner interpretation um aufklärung und herstellung von öffentlichkeit, denn herr rütter benutzt definitv falsche worte und definitionen, die selbst juristische instanzen und anerkannte veterinärmediziner ablehnen und das sollte ein profi, der im licht der öffentlichkeit steht, nicht tun. darüber aufzuklären und ihn im tv nicht mehr zu unterstützen finde ich persönlich wichtig und richtig. ich weiß (ich habe viele jahre in einem sozialen brennpunkt gearbeitet), dass für die sokas in den neunzigern eine traurige popularität begann, die in einer negativ-auffälligen halterklientel ihren ursprung nahm. umso wichtiger ist es mir heute, eine lobby für diese hunde zu schaffen, deren aussterben nur deshalb gefordert wird, weil die menschen absolut versagt haben. wichtig finde ich dabei, dass gerade die menschen sich öffentlich engagieren, die sich fernab der tragisch-bekannten halterklientel bewegen, um den hunden endlich das image zu verschaffen, das sie verdienen. und gerade deshalb begrüße ich das engagement von frau rhode ganz herzlich! ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr personen des öffentlichen lebens „flagge zeigen“, stellung beziehen und wir hier geschehen konstruktive kritik äußern, den mut dazu haben viel zu wenige.
    es kann und darf nicht sein, dass jemand mit solch televisionärer macht wie herr rütter in der öffentlichkeit, das mit dem „hintern einreißt“, was organisationen, wie z.b. pitbull,stafford und co mit ihren händen, ihren hunden und ihren herzen an akzeptanz für diese hunde aufgebaut haben.
    sogar das zdf berichtet, dass es keine „kampfhunde“ gibt:
    http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,8233485,00.html
    wieso darf herr rütter das dann völlig unbehelligt und immer wieder öffentlich tun? ich befürchte, dass es einfacher und stressfreier ist, die breite masse und die einschaltquote zu bedienen, als „haltung“ zu haben.. schade eigentlich..
    „Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.“ (René Descartes)
    viele grüße, andrea pausch

  6. C. Rockinger

    Hallo Frau Rhode,

    ich finde es ehrlich gesagt zu weit hergeholt, dass (auch wenn ein Martin Rütter ein ganzes Team hinter sich hat, dass genug Zeit hätte) ausgerechnet und zufällig solch zwei leicht zu verwechselnde Begriffe im passenden Moment vertauscht. Soll heißen do zufällig, dass es wie im echten Leben wohl wirklich ein Zufall gewesen sein könnte. Ist nur so ein Gedanke.

    Viele Grüße, C. Rockinger

  7. C. Rockinger

    bzw. der Journalist sie vertauscht.

  8. Miriam Buschmann

    Sehr geehrte Frau Rhode,

    nun verfolge ich diese Thematik auch schon ein wenig länger und habe mich, nachdem ich ihren öffentlichen Brief gelesen hatte auch mal richtig dahinter geklemmt.

    Fakten:
    Fakt ist, dass eine Mitarbeiterin von Herrn Rütter, die mir persönlich sogar bekannt ist, einen Boxer hält und diesen auch mit Hilfe von Herrn Rütter und dem DOGS Programm ausgebildet hat.
    Fakt ist auch, dass Rütter mit Listenhunden arbeitet und sein ganzes Team dies auch tut.

    Weiter stellt es sich so dar, dass Missverständnisse tausendfach in Interviews entstehen und ständige Richtigstellungsanträge an Journalisten gestellt werden, bzw. gefordert- was Sie sicherlich auch aus persönlicher Erfahrung wissen!

    Es drängt sich hier nun doch ein wenig der Verdacht auf, dass Sie die Chance einer Publikation und eines Imagepushings über Herrn Rütter gut genutzt haben. Ich denke, dass selbst wenn er streitgegenständliche Äußerung je getätigt hat, er sie doch nun eindeutig widerrufen hat. Es gibt auch manchmal Dinge, die man sagt aber ganz anders meint.

    ICH kämpfe täglich für Sokas, aber diesen Kampf sehe ich als schwachgeistig an. Beschäftigen Sie sich doch lieber mal mit den „Hundeliebhabern“ die Ihre Sokas sex. missbrauchen und es öffentlich in einem Video kundtun, oder diejenigen, die ihre Hunde in den Pit schicken. Es gibt so viel belangloses und diese nicht mehr nennenswerte Äußerung von Martin Rütter gehört für mich dazu. Beschäftigen wir uns nun also fernab von einem „Image“ mit den wichtigen Dingen und versuchen unseren „Kampfhunden“, die der Bezeichnung gerecht werden, ein besseres Leben zu verschaffen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Miriam Buschmann

  9. Sehr geehrte Frau Buschmann,

    nirgendwo ist ein Boxer ein Listenhund… vielleicht sollten wir vorab klären, über welche Hunde wir reden, bevor wir es tun. ICH rede von Listenhunden.

    Ich stelle jedem frei an ein Mißverständnis zu glauben oder nicht. Bitte stellen Sie selbiges mir ebenso frei.

    Bezüglich Ihres Verdachtes… seien Sie gewiss, man erlangt keine Berühmtheit durch offene Briefe an Martin Rütter, das ist mir bewußt und nicht motivationsgebend.

    Sie kämpfen für Sokas, wissen aber nicht, dass ein Boxer als Listenhund Beispiel nicht taugt und ziehen Bildzeitungsniveau heran Soka-Halter weiter zu diffamieren… ich denke nicht, dass es dazu eines Kommentares bedarf, das spricht für sich selbst.

    Im übrigen… aktuelle Stellungnahme bleibt: Die Verwendung des „Kampfhundebegriffes“ wir von Herrn Rütter und Team fortgeführt. Somit bleibt der kritisierungswürdige Umstand sehr wohl erhalten.

    • Günter Schoedsack

      ich glaube kaum das Frau Buschmann damit sagen wollte das ein Boxer ein Listenhund ist,könnte ja vielleicht ein Boxermix gewesen sein mit bestimmten anlagen das man nicht groß an die Glocke hängt 😉 Mfg.der Hundefreak

  10. Jürgen Fritsch

    Sehr geehrte Frau Rohde,
    wenn man Martin Rütter im TV sieht wird man sehr schnell feststellen das Herr Rütter mit manchen Hunden sehr unsicher ist. Er fasst diese Hunde auch nicht an bzw. vermeidet jeden Kontakt. Wahrscheinlich hat er Angst selbst gebissen zu werden. Da tut ein sogenannter Listenhund natürlich sein übriges. Ein bisschen Sitz und Platz kann übrigens auch jeder anderer Hundetrainer einem Hund beibringen. Ich kann den Kult um diesen Mann nicht verstehen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Jürgen Fritsch

    • Warum sollte er auch einen Hund anfassen, der (vom Besitzer) als aggressiv beschrieben wird oder wirklich aggressiv ist? Nur ein Idiot würde das tun. Nur kein Neid bitte, Herr Rütter hatte dieses Verhalten ihm gegenüber kürzlich als „Territorialverhalten“ bezeichnet, dem stimme ich zu. Es gibt genug Hundetrainer, die ihm schlicht das „Futter“ nicht gönnen und neidisch sind 🙂 Bin in einer seiner Hundeschulen und finde sein Konzept klasse. Habt ihr nix anderes zu tun, als hier viel Zeit und Energie zu verschwenden für jemanden, den ihr angeblich unqualifiziert findet? Denken darf jeder, was er will. Wenn ich ihn blöd fände, würde ich ihn einfach links liegen lassen.
      Susanne H.

    • thomas heudier

      exakt!
      genau diese festellung hat bei mir dazu geführt ,diesbezüglich mal zu recherchieren. über einen gewissen zeitraum habe ich mir die sendungen mit herrn rütter angesehen , irgenwann war ein moment ,an dem es mir schien,dass der HUNDEPROFI angst vor hunden (ab einer gewissen wehrhaftigkeit ) hat.
      und seine bemühungen in einem fernsehbeitrag davon überzeugen zu wollen, nichts gegen „kampfhunde“ zu haben,waren ungeeignet für glaubwürdig befunden zu werden.
      für kynologische sachthemen halte ich mich lieber an einen günther bloch oder frau feddersen-petersen.
      herr rütter ist entertainer. unbeleckt von wissenschaftlicher qualifikation.

  11. Image – hin oder her!
    Tierschutz – eine Donquichotterie? – weil ein Kampf gegen das Böse?

    Beides sollte aus diesem Thema bleiben:

    Wenn Deutschland – von weltweilt 400 bis 500 Hunderassen – 22 Rassen zur Gefahrenabwehr listet – obwohl mittlerweile über 1000 wissenschaftliche Tests die Mär der „gefährlichen Hunderasse“ widerlegte, dann danke ich von Herzen Frau Rhode für den Offenen Brief.

    Und schließe mich Frau Pauschs Kommentar vollinhaltlich an: es darf nicht sein, dass die Arbeit von Organisationen, die sich gegen Hunderassenlisten und für sachkundige Hundehaltung engagieren mit der „televisionärer Macht“ eines Herrn Rütter niedergerissen wird.

    Ein Hund, ist ein Hund, ist ein Hund.

    Liebe Grüße – Heike

  12. Mal eine Frage was soll das hier bringen???
    Ist das ein Versuch noch Populärer zu werden, den ich kenne sie nicht als Schauspielerin.
    So lange ich nicht Persönlich von Rütter gehört habe das der was gegen Kampfhunde hat, bleibe ich neutral.
    Den wie oft erleben wir es wenn die Berichte lesen oder sehen wie aus einem Labrador ein Rottweiler gemacht wird, wie ein Gänender Hund als Agressiv bezeichnet wird und und und. Daher glaube ich den Medien kein Wort und dazu möchte ich sagen das sich Menschen auch änderen können (so weit ihre intiligenz reicht)
    Ich weiß echt nicht was ihre Hetze bringen soll ausser für sie aufmerksamkeit.
    Den es hilft keinem Hund aus dem Tierheim, es klärt keine Menschen auf wie die Hunde wirklich sind und und und.

    Und bevor ich es vergesse, 100% werden sie Rechschreibfehler finden, was daran liegt das ich legasteniker bin und nicht das ich dumm bin. Leider muß man das aber immer erwähnen den wenn die Leute keine argumente haben kommen sie immer damit.

  13. Sehr geehrte Fragende,

    Rütter bezeichnet Listenhunde als "Kampfhunde", das ist eine Stellungnahme keiner Zeitung, sondern das Ergebnis einer Nachfrage, eine Stellungnahme der eigenen Reihen. Der Verfremdungseffekt scheidet damit dahin.
    Sicher Medien mögen nicht immer wortgetreu sein… allerdings, meine persönliche und auch oben begründete Meinung, bezweiflt die Unrichtigkeit der Darstellung, wenn Rütter sich seltsamer Sprachlogik bedienen muss, um die Aussage als Hörfehler zu deklarieren.
    Wie bereits erwähnt – jeder darf seine eigene Meinung haben, darlegen und vertreten. Man kann das glaubwürdig finden, oder nicht. Meine Meinung weicht von der Ihren ab …und ich habe Sie veräußert.
    Zum unsachlichen und weniger zum Thema gehörenden Beiwerk der Klischees (Schauspieler haben nie Anliegen, sind keine Privatmenschen und immer auf Kampagnen aus, sowie Rechtschreibefehler überdecken einen wörtlichen Inhalt) keinen weiteren Kommentar außer: beide Annahmen sind falsch und ich weiß es von beiden. Sogar ohne Hinweis darauf. 😉

  14. Hallo Frau Rhode,

    das Problem ist grundlegend anders gelagert und hat nichts mit Kampfhunden, oder wie Sie verharmlosend sagen, Listenhunden zu tun.

    Die grundsätzlichen Probleme liegen woanders, vollkommen gleichgültig was Sie oder Herr Rüttter dazu sagen.
    1. Die Beisskraft des Hundes entscheidet in Verbindung mit seiner Größe über seine potentielle Gefährlichkeit.
    2. Die Halter und ihr Umgang mit dem Hund / den Hunden bilden die zweite maßgebliche Komponente.

    Und jetzt versetzen Sie sich in die Lage eines Elternteils, unterwegs mit einem oder mehreren Kindern, unterwegs in einer öffentlichen Parkanlage in der explizit für alle Hunde ein Leinenzwang besteht, und zwar vollkommen gleichgültig ob Hundepass oder was auch immer vorhanden.

    Sie werden schnell feststellen, daß Ihnen Hundebesitzer samt leinenlosem Tier unangenehm sind, weniger weil das Tier ggf. eine Bedrohung darstellt, sondern weil Ihnen klar wird, wie wenig Erziehung die Halter genossen haben müssen, wenn derartige Gebote entsprechend missachtet werden. Wenn es aber schon nicht dazu reicht sich an ein simples Leinen Gebot zu halten, obwohl 10 Minuten zu Fuß eine Hundewiese existiert, dann wird man nachdenklich. Ist so jemand zu bequem, oder einfach nur ignorant?

    Ich hab mehrfach versucht Halter auf diesen Umstand anzusprechen, natürlich erst nachdem ich mehrfach Hunde verschiedener Größen stoppen mußte, die munter und ausdrücklich ohne nachweisbar feindselige Absichten auf meinen großen Sohn(3) zurannten. Nun möchte ich meinen Sohn den Umgang mit Hunden aber gezielt näherbringen, um dafür zu sorgen, daß er versteht wie man mit so einem Tier umzugehen hat. Das funktioniert aber mit rücksichtslosen Hundehaltern eher schlecht. Was uns zurück zur Ansprache bei den entsprechenden Haltern der Tiere bringt.

    Von Unverständnis, über agressives Verhalten der Besitzer bis hin zu Verständnis habe ich alles erlebt. Und in aller Deutlichkeit, ich habe nichts gegen Hunde und würde auch nie etwas tun um einen der Ausreisser zu verletzen, solange sich das vermeiden lässt. Daß mir die Gesundheit meiner Kinder am Ende wichtiger ist, anderes Thema, und hoffentlich selbst in Hundeliebhaberkreisen selbstverständlich.

    Also was machen? Bei der Mehrheit der Hundebesitzer stößt man auf taube Ohren, den Behörden ist es scheinbar egal. Und Sie streiten hier über Kampf- / Listenhunde während Ignoranz, mangelhafte Hundeerziehung und nicht existente Rücksichtnahme kleine Kinder gefährden?

    Wenn Sie etwas sinnvolles tun wollen, in diese Richtung sollte Ihr Engagement gehen!

    • Alles, was Sie als Problem beschreiben, betrifft Hunde, bzw. Ihre Halter… vollkommen rasseunabhängig. Und vollkommen rasseunabhängig stimme ich Ihnen zu, weil ich alle Hunde gerne in verantwortungsbewussten Händen sehe. Umso weniger aber macht es Sinn bestimmte Rassen mit Auflagen zu stigmatisieren. Es ist also durchaus sinnvoll gegen diese Auflagen anzugehen, da sie vielen schaden und die Probleme im Kern verfehlen. Mehr noch – diese Auflagen suggerieren Aktionismus und behindern somit das Problem an der Wurzel anzugehen… nämlich rasseunabhängig verantwortliche Hundehaltung zu fördern.

  15. Sie werden mir aber wohl zustimmen müssen, selbst mit dem miesesten Halter der Welt ist ein Chiwawa mit einer Neigung zum Beissen nicht halb so gefährlich wie ein Schäferhund…

    Wir sind wieder bei meinen Punkten 1 und 2… auch wenn mein Beispiel oben natürlich überspitzt ist…

    Und sollten wir nicht Kinder dann eher vor potentiell gefährlicheren Hunden schützen? Damit meine ich ausdrücklich keine Stigmatisierung, wohl aber eine gezielte Regulierung.
    Wenn wir jetzt davon ausgehen, daß Hunde mit entsprechendem Gefahrenpotentiel auf einer Liste stehen sollten, damit diese nicht an unerfahren Halter gehen, wären wir schon mal einen Schritt weiter.

    Und um zum Chiwawa zurück zu kommen, sicher ist davon auszugehen daß die Dunkelziffer bei Bissattacken hier höher ist als bei großen Hunden, aber warum? Weil die Folgen in aller Regel vergleichsweise harmlos sind.
    Auch wieder übertrieben und bewußt flapsig formuliert: Wenn mir ein Chiwawa oder eine andere Kleinrasse an der Wade hängt gibts eine „Schelle“, wenn ein Staff oder Schäferhund das gleiche versucht bin ich erst mal in ernsten Schwierigkeiten.

    Ich stimme allerdings zu, dass es für das Allgemeinwohl das beste wäre, wenn JEDER Hundebesitzer vorher eine Schulung nachweisen müßte. Persönlich wünsche ich mir für „gefährliche“ Hunde dann zusätzlich auch eine regelmäßige Prüfung. Aber wie definieren wir gefährliche Hunde? Ganz einfach, über Größe und Beisskraft – und dafür brauchen wir eine Liste, da nun mal Größe und Beisskraft eben nicht zu 100 % übereinstimmen.

    • Wir sind uns grundsätzlich einig, dass 20/40-Hunde im schlimmsten Fall größeren Schaden anrichten als eine Rasse, die kaum mehr wiegt als eine handelsübliche Milchtüte… keine Frage. Insofern müssten wir aber auch übereinstimmen, dass es nicht zielführend sein kann nur bestimmte Rassen und diese pauschal unter Agressionsverdacht zu stellen. Wieso muss ein verantwortungsbewusster Staffhalter Auflagen erfüllen, von denen ein unverantwortlicher Schäferhundhalter verschont bleibt? Wie kann der Gesellschaft damit gedient sein? Wenn ich einen Staff als Familienhund halte gerate ich als Halter in zweifelhaftes Licht, wenn ich mit meinem Schäferhund eine zweifelhafte Schutzhundausbildung genieße ich jedoch alle Freiheiten? Das macht keinen Sinn. Im Sinn der Gesellschaft und des Tierschutzes kann nur sein verantwortungsvolle Haltung zu fördern, ohne Ansehen der Rasse des Hundes.
      Als Mitgassigängerin einer kleinen englischen Staffordshirehündin habe ich in Köln eine schriftliche Theorieprüfung und gemeinsam mit dem Hund eine praktische Prüfung absolviert. Bei der Vorbereitung hat sie in der Hundeschule nicht wenig… und ich noch viel mehr gelernt. Außerdem hatten wir Spaß. Was aber nützt das Ihnen, wenn ich in jedem Park mindestens ein halbes Dutzend listenfreie Hunde gleicher Beisskraft sehe, die nicht als Team mit ihrem Menschen unterwegs? Es nützt Ihnen gar nichts. Die Listen nützen Ihnen nichts. Die RAD-Verordnung hat in den Niederlande Listenhunde nicht beschränkt, sondern getötet… nicht aufgrund von Auffälligkeiten des Tieres. Selbst Welpen bestimmter Rassen wurden getötet. Tausende von Tieren über viel zu lange Jahre. Erst dann untersuchte man den Effekt auf die Beissstatistik – es gab keinen. Es hatte nichts bewirkt, niemandem genutzt. Man schaffte die Verordnung wieder ab.
      Warum lernen wir nicht aus solchen Sinnlosigkeiten? Warum ist populistischer Politaktivismus vorherrschend, statt Sachverstand und sinnvoller Gesetzgebung?

  16. Dann sind wir uns aber auch sicher einig, daß es nicht zielführend sein kann, große Hunde an Halter abzugeben die nicht über die notwenige Sachkunde verfügen. Das ich zusätzliche Kontrollen befürworte, mal aussen vor gelassen.

    Das wir an der Stelle dann auch Schäferhunde unter die selben Auflagen stellen, wie alle anderen auch, ist aus meiner Sicht selbstverständlich, selbst die allseits beliebten Golden Retriever gehören für mich dazu. Hier schließt sich der Kreis zu meinen persönlichen „Übergriffen“ durch Hunde, zuletzt hatte ich Westi, Golden Retriever und Husky – hört sich nicht wild an – aber bis auf den Westi, den ich im Zweifel einfach am ausgestreckten Arm verhungern lassen kann, durchaus ernst zu nehmen.

    Aber zurück zur Haltung großer Hunde in Familien, etwas das ich nicht gerne sehe, kleine Kinder haben einfach kein Empfinden für die Befindlichkeiten eines Hundes, Mißverständnisse sind vorprogrammiert. Natürlich kann man das Risiko durch fachgerechte Erziehung der Hunde und Unterweisung der Kinder minimieren. Das gilt auch für Schusswaffen, das Ergebnis sehen wir regelmäßig in den Nachrichten.

    Sie sagen jetzt sicher, das sind aber nicht rassenbezogene Einzelfälle und immer durch falsche Erziehung oder das Verhalten des Kindes verursacht – richtig. Aber sobald etwas passiert, müssen Sie sich fragen lassen, was Sie unternommen haben, damit es nicht passiert – wieder die Parallele zur Schusswaffe, oder wegen mir zu scharfen Messern. Kinder sind niemals mit derart gefährlichen Dingen / Tieren alleine zu lassen, auch hier wieder, Milchtütenhunde ab dem Moment ausgenommen, wenn das Kind dem Hund physisch eindeutig überlegen ist, einfach weil die Gefahr geringer ist (was bei manchen Kindern leider nicht für den Hund gilt, auch hier Erziehungsfrage).

    Und jetzt mal Hand aufs Herz, was glauben Sie, wie hoch schätzen Sie die Anzahl der Hundebesitzer ein, die Ihr (Klein-)Kind schon mal mit dem Hund alleine gelassen haben? Ich würde sagen, wenn wir kurze Momente einschließen, praktisch alle… Sind wir dankbar, daß die meisten Hunde ein friedvolles Naturell haben und zum Glück die allermeisten Hunde niemals jemanden beissen! Aber garantieren kann es eben keiner. Der Hund bleibt ein Hund und wird niemals ein animiertes Plüschtier sein.

    Was für sämtliche Besitzer von Nutzhunden ein Gewinn ist und nicht bedeutet, daß ich Hunde und Kinder strikt trennen will – ich sage nur man sollte nie vergessen, dass es einen blutigen Unterscheid zwischen dem Biss einen anderen Kindes und dem eines Hundes gibt!

    Und bevor das noch jemand mißversteht, ich habe immernoch nichts gegen Hunde, ich kann mich sogar halbwegs entspannen, wenn in der öffentlich Parkanlage wieder mal einer trotz Gebot ohne Leine rumläuft, solange ich mitbekomme, daß der aufs erste Kommando bei Fuß geht und eben keine Absichten zeigt auf meine Kinder los zu stürmen 😉

    • Ohne auf Spekulationen über Haltungsgewohnheiten eingehen zu wollen darf gesagt werden: es gibt verantwortungsvolle Hundehaltung und unverantwortliche. Jedoch keine Garantien. Und dies rasseunabhängig. Listen sind also kein geeignetes Instrumentarium , die Stigmatisierung einzelner Rassen ebenso wenig.

  17. katrin Schwarz

    Ist schon mal jermand auf die Idee gekommen des Rütter das Wort Kampfhund nur benutzt weil sonst die Hälfte der Leute garnicht wüsste um was es eigentlich geht weil sie sich mit dem Thema Listenhunde garnicht beschäftigen (vor allem nicht Hundehalter) . Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwagge legen den das hilt den Hunden nun wirklich nicht und denen ist es auch egal wie man sie nehnt ob Listen oder Kampfhund ihr Problem und das ihrer Halter bleibt das gleiche. Ich besitze selbst einen Mastiffmischling und ernte dafür komische Blicke man hatt selbst meine Französische B. schon alls Kampfhund bezeichnet was zeigt wie wenig sich die Bevölkerung mit diesem Thema auseinander setzt und das ist das eigentliche problem.

    • Ich überspitze und ich tue es bewusst, nur um ein Prinzip zu verdeutlichen: würde man heute noch vom „Neger“ sprechen, nur damit auch wirklich jeder weiß was gemeint ist?
      Gerade Rütter könnte durch eine andere Wortwahl viel dazu beitragen, dass dieser platte und fehlbesetzte Begriff verschwindet. Chance vertan.

  18. Darum sagen wir ja auch nicht mehr Negerkuss und Zigeunersoße – für mich genauso lächerlich – klar sehen Sie das anders – rein objektiv sogar zu recht… aber sollen wir jetzt für wirklich alles neue Begriffe finden? oder ändern wir lieber die Definitition?

    Trennen wir doch einfach in „potentiell gefährlich“ und in „ungefährlich, weil Fußhupe“ – ach richtig, dazu brauchen wir eine Liste 😉 Und stimmt, vorgschlagen hatte ich das schon – wir drehen uns im Kreis…

    Auch das oben geschrieben ist natürlich bewußt überspitzt, überzogen und mit dem Wunsch geschrieben eine Diskussion anzuregen, ich war letztens wieder mal mit dem Kinderwagen unterwegs und habe mich nett mit einer Halterin eines Welpen von 13 Wochen unterhalten, der war brav, neugierig und an der Leine… Selbstverständlich habe ich mich dem Hund nur nach Asprache mit der Halterin genähert und ihm Zeit gelassen auf mich zuzukommen – okay, Welpe, hat nicht lange gedauert.

    Während ich also mit Frauchen plauderte, weil mein Sohn im Wagen pennte und nebenher den Welpen kraulte, kommt auf einmal ein Golden Retriever ohne leine an und rempelt mich an, um an den Welpen ran zu kommen – so lange die Leute die Grundlagen des gegenseitigen Miteinanders nicht auf die Reihe bekommen und nicht mal in der Lage sind die elementarsten Regeln einzuhalten, brauchen wir über verantwortungsbewußte Hundehaltung in der Breite auch nicht weiter diskutieren. Ich erlebe leider fast täglich, daß gefühlt nur die Minderheit der Hundehalter ein Empfinden für Rücksichtnahme hat.

    Ich habe mich wirklich schon dabei erwischt, mich zu bedanken weil einer seinen Hund zu sich ruft, wenn dieser allzu motiviert auf mich zuläuft, in einem Bereich wo eigentlich Leinenzwang herrscht – wo leben wir?

    • Wir sind uns einig über den Einfluß des Halters auf das Benehmen eines Hundes und über die damit verbundene Verantwortung, die von manchen Haltern unterschiedlichster Hunderassen nicht wahrgenommen wird. Wir sind anscheinend auch einig darüber, dass Listen überflüssig sind – zumal sie erwiesenermaßen keinen Einfluß auf die Beißstatistik haben und ihr Sinn daher getrost zu bezweifeln ist.
      Aber Sprache ordnet ein, sie klassifiziert, sie kann auch Stempel aufdrücken. Die Verwendung „Kampfhund“ brandmarkt Hunderassen… und schafft Bilder in den Köpfen der Menschen, umso mehr je weniger sie Erfahrungen mit den betreffenden Rassen haben… wie Sie auch schon sagten. Ein Hundeprofi sollte diese Bilder nicht fördern, sondern ein unvoreingenommenes Bild zeichnen.

  19. Kritik an Martin Rütter – Warum?

    Seit einigen Jahren hagelt es Kritik an Martin Rütter, was sicherlich an einem enormen Marktzuwachs in der „Hundeschulen-Branche“ und der darauß resultierenden immer mehr werdenden Anzahl an Hunde-Coaches zusammenhängt.
    Kritikfähigkeit aber auch Subjektivität sollte auch in dieser Branche einen Stellenwert genießen, aber es sollte nicht ins Respektlose und Beleidigende ausarten.
    Ein Besuch bei der Live-Show „nachSITZen“ von Martin Rütter, führte mich zum rumstöbern im Internet, somit bin Ich auf die Kritik gestoßen.
    Wie bereits erwähnt gehört auch in diese Branche Kritik, dennoch bin ich über die Art und Weise empört.
    Wir reden hier von Erziehung, es ist mir bewusst, dass man sich bei diesem Thema immer auf einem schmalen Grad bewegt und Meinungen auseinander gehen, im allgemeinen gesehen, Erziehung von Kindern oder Hunden. Erziehung basiert auf Normen und zur Umsetzung werden verschiedenste Erziehungskonzepte angewendet. Jeder Kindergarten hat seine eigenen Leitlinien und sein eigenes Erziehungskonzepte, wie es auch in jeder Hundeschule ist bzw. wie Sie jeder Coach hat. Es ist völlig Normal, dass jeder durch Misserfolge und Erfolge seine eigenen Schlüsse zieht und diese seinem Konzept anschließt.
    Kritik an Herrn Rütter stößt bei mir auf Unverständnis, Rütter ein Mann der sein Erziehungskonzept wie kein anderer im deutschsprachigen Raum an die Gesellschaft trägt wird mit heftiger Kritik überhäuft. Nur weil dieser Coach, ein anderes Konzept für richtig hält wird zerflückt, weil sie ein anderes Konzept für richtig halten oder weil Sie liebe Coaches Ihr eigenes Konzept für richtig halten? In einem Land in dem Meinungsfreiheit eine ganz große Rolle spielt? Oder ist es viel mehr der Unmut darüber, dass Rütter ein Konzept entwickelt hat, welches seines gleichen sucht, um die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und selbst für fehlerhaftes Verhalten der Hunde verantwortlich sind? Oder möchten Sie Liebe Coaches Ihr eigenes Erziehungskonzept durch offene Briefe in den Vordergrund schieben?
    Meiner Meinung nach war Herr Rütter der erste, der damit Angefangen hat die Gesellschaft versucht hat, der Hundehalter mal die Augen zu öffnen. Dafür sollte man auch in gewisser Weise den Hut vor ziehen, dass jemand den Mut hat diesen Schritt in dieser Form zu gehen, auch wenn man möglicherweise ein anderes Konzept für besser hält. Dieser Mut zur Gradlinigkeit ist bemerkenswert und in meinen Augen auch wichtig. Wie viele Menschen gehen mit Ihren Hunden nicht zur Hundeschule oder erziehen Ihren Hund gar nicht? Ist es nicht gut, dass es jemanden gibt der diese Mediale Präsenz hat und diese Menschen versucht anzusprechen und Do-it-Yourself Tipps geben möchte, denn jede Erziehung ist besser als keine Erziehung und hilft dem Hund. Ich bin selbst Besitzer eines Rhodesian-Ridgeback im Alter von 1 1/2 Jahren und bekomme es immer und immer wieder, sei es beim Spazieren gehen oder in der Hundeschule, dass die meisten völlig unmotiviert sind etwas mit ihrem Hund zu tun oder das Verhalten des Hundes völlig falsch verstehen oder wie viele Menschen es gibt die Ihren und als Prestigeobjekt bzw. Modeobjekt sehen. Wir sollten froh sein, dass es jemanden gibt der so zugänglich ist und versucht den Menschen die Augen zu öffnen. Alleine aus diesem Grund ist es eine Frechheit zu behaupten Herr Rütter sei auf eine möglichst Große Einschaltquote aus.
    Man sollte sich etwas mehr Gedanken darüber machen bevor man Anfängt zu Kritisieren.

    • Kann es sein, dass Sie diesen Kommentar an mehrere Ansprechstellen verschickt und ihn deswegen an meinem Beitrag vorbei geschrieben haben?
      Zunächst glaube ich nicht, dass ich meine Kinderstube in den Beiträgen unflätig vernachlässigt habe. Weiter richtet sich meine Kritik ausdrücklich nicht gegen Rütters Arbeit, sondern gegen die Haltung, die er bestimmten Rassen gegenüber geäußert hat.
      Desweiteren bin ich kein konkurierender Hunde-Couch, sondern ein Mensch mit Listenhunderfahrung, der Rütters „Kampfhunde“-Haltung widerspricht.
      Diese „Alleine aus diesem Grund ist es eine Frechheit zu behaupten Herr Rütter sei auf eine möglichst Große Einschaltquote aus“-Feststellung habe ich nicht getroffen.
      Ich bin gerne bereit mich mit Ihnen inhaltlich auseinanderzusetzen. Sie werden aber verstehen, dass das bei einer pauschal gehaltenen unzutreffenden „Rundmail“ schwer möglich ist.

  20. Birgit Robertz

    Ich eine ganz normale Frau hatte 10 jahre lang eine Mastino Napoletano Hündin. Ich kam zu ihr wie die Jungfrau zum Kind. Sie wurde mit 6 Monaten aus einer schlechten Haltung herausgenommen und mit 9 Monaten meiner Obhut übergeben.ich hatte mit dieser Zaubermaus 10 wundervolle Jahre. Diese Hündin war die Liebe in Person. Im Rudel befanden sich noch ein Yorkshire Terrier und ein Löwchen und glauben sie mir die kleinen waren, obwohl gut erzogen die grösseren Gauner. Das ich keinen Listenhund mehr nehme liegt an der Hysterie und den Vorurteilen meiner lieben Mitmenschen. Merke das Arschloch hängt immer hinten an der Leine und das ist Rassenunabhängig. Mein Mastino hat nie einen Coach gebraucht. Sie war absolut unkompliziert ein bischen doof einfach ein knuddelmädchen.

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