„Are you really who you say you are?“ – J.T. LeRoy

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Stell‘ dir vor, du schreibst ein Buch. Es ist fiktional, aber emotional sehr persönlich. Deswegen veröffentlichst du es nicht unter deinem Namen, sondern kreierst einen Avatar. Und hinten auf das Buch tust du einfach das Bild eines jungen Typen, der dir gut gefällt. Das Buch wird ein Bestseller. Jetzt wollen die Leute den Autoren kennen lernen. Aber Du bist kein Autor, Du bist eine Autorin. Und du siehst nicht einmal ansatzweise so aus, wie der Typ auf dem Foto. Wie es der Zufall will kommt aber gerade die Halbschwester deines Freundes neu in die Stadt – und sie könnte als dieser Typ durchgehen. Also staffierst du sie aus, mit allem, was der Kleiderschrank und künstliche Haarpracht hergibt …und stellst sie der Presse vor. Und die Leute lieben ihn…. also sie… als ihn. Hollywood fängt an sich für die Filmrechte zu interessieren und Prominente rechts und links können gar nicht genug […]