Offener Brief an einen VIP-Hundeprofi


Sehr geehrter Herr Rütter,

bisher war ich immer recht angetan von Ihrer Arbeit. Das betrifft die gewaltfreie Konsequenz der Erziehung ebenso, wie Ihre Einschätzungen des jeweiligen Problems und die Verhaltensumbildungen, welche sie den Hundehaltern nahelegen. Und ebenso wie Sie bin ich der tiefverwurzelten Meinung, dass die Ursache der meisten Probleme auf zwei Beinen herumläuft und keine Pfoten hat.
Nun lese ich eine Aussage, die Sie bereits 2008 getätigt haben:
Über die Gefährlichkeit von Kampfhunden und deren Besitzer will er dabei erst gar nicht reden. „Man muss danach fragen, was das für Menschen sind, die sich solche Hunde halten“, so sagt er dann aber doch. „Es sind meist Depravierte, die wohl ihre eigenen Gründe haben.“
Das mit dem „depraviert“ musste ich nachschlagen, es bedeutet: verdorben, verkommen, verunstaltet.
Aha, ich bin also „depraviert“… wahrscheinlich sogar „hyperdepraviert“, denn ich bin nicht nur bekennender Fan der „Listenhunde“ (so die korrekte Bezeichnung der von Ihnen gemeinten Hunde – die ich übrigens vorzugsweise und gut begründbar „Kampfschmuser“ nenne), sondern auch Mitglied eines Tierschutzvereins, der sich die Aufnahme und Vermittlung dieser Hunde in die Statuten geschrieben hat.
Aber rollen wir das Feld von vorne auf. „Kampfhunde“… was ist das eigentlich für eine Rasse? Ich muss doch keinem Hundeprofi, der bereits von einem Chihuahua berammelt wurde was das Zeug hält, erklären, dass dies ein dehnbarer Begriff ist, bei dem sowohl böswillige, als auch unwissende Hundehalter dafür sorgen können, dass er zutrifft.
Mit „Kampfhunden“ meinen Sie also „Listenhunde“… Wikipedia führt unter diesem Begriff 16 Rassen, welche Sie also subsummierend in einen Topf schmeißen… auch das sollte sich ein Hundeprofi nicht unbedingt erlauben. Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, dass ein Anatolischer Hirtenhund, die „Pinscherweiterentwicklung“ Dobermann, die „Scott und Huutch“ Bordeauxdogge und der quirlige Staffordshire Terrier deckungsgleich sind in ihren Eigenschaften?
Depravierte können lesen… ich möchte aber darauf verzichten Sie mit Gutachten und Studien von veterinärmedizinischen Fakultäten von Kiel bis Wien zu bewerfen, die allesamt die Lehrmeinung vertreten, dass „Eine valide wissenschaftliche Studie, in der zweifellos nachgewiesen wurde, dass bei den Rassen Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier die genetische Veranlagung des krankhaft übersteigerten Aggressionsverhaltens grundsätzlich vorhanden ist, existiert meines Wissens nicht. (Prof.Dr.Irene Stur)“.
Das ist aktueller Stand der Wissenschaft… und kontrapunktiert Ihre wissenschaftlich unhaltbare Verallgemeinerung von Rassen und Haltern.
Seit 1993 konnten in den Niederlanden „pitbullartige“ Hunde beschlagnahmt, abgeurteilt und getötet werden… ohne jegliches Fehlverhalten, aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit und der RAD-Verordnung. 2009 bescheinigte eine Kommission 109 Seiten lang, dass diese Verordnung die Beißstatistik in keinem Jahr verändert hat und schaffte sie ab. Tausende von Hunden haben bis zu dieser Erkenntnis nicht überlebt – aufgrund haltloser Vorurteile, wie Sie sie ebenfalls propagieren.
Lieber Herr Rütter, ich arbeite nun seit sechs Jahren mit Listenhunden, ich habe mich während eines Hundepraktikums mit dem, laut Bildzeitung, „gefährlichsten Hund Deutschlands“ namens „Sugar“ um ein Gummihühnchen gebalgt… ich müsste tot sein.
Tatsächlich bin ich in dieser Zeit mal fies verletzt worden. Ich habe in eine sich abrollende Flexleine gegriffen, als der Stafford am anderen Ende gerade einem von mir geworfenen Ball hinterher spurtete… Mann, hat das weh getan! Aber Dummheit muss bestraft werden und ich hab’s seitdem auch nie wieder getan…
Ob Listenhunde kämpfen? Ja! Eindeutig ja! Gegen Vorurteile, überhöhte Hundesteuer, um Liebe und Zuneigung, manchmal gegen Übergewicht.
Ob es ein Klientel gibt, dass diese Hunde zur Kompensation eigener physischer und psychischer Defizite mißbraucht und in deren Händen ich diese Hunde nicht gerne sehe? Auch ja! Aber in deren Händen will ich überhaupt keinen Hund sehen, weil das Ergebnis dieses Hintergrundes rasseunabhängig immer ein gefährlicher Hund wäre.
Was Ihre oberflächliche und beleidigende Äußerung hingegen völlig ignoriert ist der weitaus größere Anteil von Hundehaltern, die Listenhunde als Familienhunde halten, als Rudelmitglied. Die das stressfeste, gelassene, menschenzugewandte, kinderliebe, verspielte und intelligente Wesen dieser Rassen schätzen, die alle Auflagen bewältigen, die sich zu hunderten auf Sommerfesten treffen, mit Kind, Hund und Kegel… was Ihrer Theorie nach in einem gigantischen Hundekampf ausarten müsste… und die, so wie ich, irgendwann mal einen verwirrt verängstigten Staff trösten müssen, weil ein neurotischer Westi sich in seiner Lefze verbissen hatte.
In meiner Tierheimarbeit habe ich „Kampf“-Hunde getroffen, die allen Grund hatten Vorurteile gegen Menschen zu entwickeln. Sie wurden zum verhungern an Heizungen gekettet, geprügelt, geblendet, mißhandelt auf so viele unterschiedlichen perfiden Weisen, wie sie nur ein Menschengehirn erdenken kann. Die meisten von ihnen habe ich in neue, liebevolle Hände fortziehen sehen. Sie alle hatten die Größe sich neu einzulassen, Menschen nicht zu verallgemeinern, ihre bestialischen Erfahrungen nicht in ein Vorurteil zu verwandeln.
Wieso kann ein Hundeprofi weniger als jene Hunde, die er diffamiert?

106 Gedanken zu „Offener Brief an einen VIP-Hundeprofi

  1. Liebe Frau Rhode,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag – sehr sachlich und gut formuliert. Ich bin begeistert! Weiter so!

  2. Haste gut gemacht Silvia..die Kunst ist es sachlich und gut formuliert einen solchen Beitrag zu verfassen, wenn einem das Herz überquillt vor Wut, Enttäuschung, Sprachlosigkeit über soviel Dummheit eines prominenten „Hundeflüsterers“…aber wer die breite Masse bedient und davon gut leben will, wird sich nicht für Hunde einsetzen, mit denen man in der Öffentlichkeit keinen Blumentopf gewinnen könnte..
    Ich bin gerne depraviert, wenn das bedeutet diese Hunde weiterhin zu lieben, zu umsorgen und ihnen die Chance auf ein besseres neues Leben zu geben!

    LG Martina

  3. Wirklich treffend und sachlich formuliert. Es wäre schön, wenn es den Adressaten erreicht – und womöglich gar zum Nachdenken anregt … man wird ja noch träumen dûrfen :/

  4. Super geschrieben.Trifft es auf dem Punkt genau!!!
    Hoffe auch,daß es an den gerichteten ankommt :o)
    LG
    Cheryl

  5. Wow, super geschrieben! Und sollte eigentlich an alle gehen, die ebenso negativ über Listenhunde denken!
    Vielen Dank Frau Rohde!

  6. Dieser Brief ist ein Brief der eigentlich an eine ganze Schar von Adressaten gehen müsste !!!
    Mein größter Herzenswunsch ist, dass dieser ganze Rassenwahn ein Ende nehmen möge; eine positive Akzeptanz unserer Hunde in der Gesellschaft und den Medien … das unsere Hunde einfach nur Hunde sein dürfen.
    Vielen Dank Frau Rohde für ihr Engagement!!!

  7. Liebe Frau Rhode,

    Sie haben es auf den Punkt gebracht. Chapeau!

    Man muss nicht immer alles glauben, was Menschen sagen, nur weil diese in den Medien erfolgreich sind.
    Ich sehe Martin Rütter auch sehr kritisch (und habe dies von Anfang an auch getan, weil er in meinen Augen noch sehr antiquierte Vorstellungen von Hundeerziehung verfolgt).
    Dabei gibt es viel bessere Hundetherapeuten, -psychologen oder -flüsterer. Nur haben oder hatten diese nie das Glück, in die Medien groß herauszukommen (oder wollten dies auch nicht).

    Ich bin froh, als ein ebenfalls Depravierter (nach Rütter sind wir ja alle solche, Princess Royal Anne Mountbatten-Windsor wird sich als Angehörige des britischen Köngshauses bestimmt über diesen weiteren Titel freuen), dass Sie sehr sachlich und fundiert die Stimme für „unsere“ Hunde erhoben haben. Ich dachte immer, viele hätten sich mittlerweile leider(!) mit den nicht nur gesetzlichen Gegebenheiten abgefunden.

    Beste Grüße
    Frank Hansen mit Staff Wotan

  8. Ein guter und notwendiger offener Brief. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass der Entertainer Rütters ihn überhaupt wahrnimmt. Wer so von sich überzeugt ist, wer so ans Geldverdienen denkt (nicht umsonst trainiert er zumindest im FS nur noch Prominentenhunde), den interessiert das doch, wenn überhaupt, nur periphär. Und es ist ja noch schlimmer. Sein Team hat auf Rückfrage von WUFF doch bestätigt, dass er den Begriff „Kampfhunde“ ganz bewußt und auch weiterhin verwenden wird. Denn diese Hunde wären ja zu Hundekämpfen gezüchtet worden. Soweit das Wissen um diese Hunde bei dem Herrn und seinem Team.
    Ich habe nie viel von ihm gehalten, aber jetzt ist er bei mir zumindest völlig unten durch. Ich bin, das gebe ich in diesem Zusammenhang offen zu, gerne depraviert. Denn ich bin Journalist, Halter einer mittlerweile 13,5 Jahre alten American Pitbull Terrier Hündin und zur Zeit kämpfe ich um diese alte Lady, da sie eingeklemmtes Rückenmark hat. Und ich gebe es unumwunden zu, ich liebe diese Hündin. Mit all ihrer Sensibilität, mit all ihrem Willen, mit all ihrer Kraft und mit all ihrer Liebe die sie einem gibt.
    Man kann eben nur sagen, nicht nur Politiker sind dümmlich, beratungsresistent und uneinsichtig in ihrer Argumentation und ihrem Handeln (siehe die diversen Hundegesetze und Rasselisten, nicht nur in der BRD sondern auch anderswo, z.B. Dänemark), sondern eben auch sogenannte Hundetrainer und Hundeversteher a la Rütter.

  9. Guten Tag Frau Rhode,

    ich finde Ihren Brief sehr treffend!
    Leider werden viele Hundetrainer nicht wirklich nach können sondern nach bekanntheitsgrad eingestuft.
    Ich habe Ihren Link an folgende Mailadresse weitergeleitet:
    info@mina-trading.de
    Dies ist laut Impressum die Maiadresse von Herrn Rütter – somit sollte ihn der Brief und die inzwischen dazugehörigen Kommentare wenigstens erreichen – ob sie auch zum Nachdenken anregen ist vielleicht etwas anderes – aber es werden bestimmt der ein oder andere Gedanke hinzugefügt.
    Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz
    Siw Heiniger

  10. Liebe Frau Rhode,

    auch wir sind „depravierte“ Hundehalter (mein Mann und ich, beide mit Studium und „geregeltem“ Leben, auch als gute Staatsbürger (allerdings laut Gesetz zweiter Klasse) und Steuerzahler und dennoch Liebhaber von Hunden seit 35 Jahren und Liebhaber verurteilter Rassen im Besonderen. Ich habe mich auch maßlos über die Aussagen von Herrn Rütter geärgert, als ich den unten stehenden Leserbrief in der letzten „Wuff“ gelesen habe. Leider wehren sich die Listenhundebesitzer zu wenig und Solidarität von Hundehaltern mit den „lieben“ Rassen, die Herr Rütter wohl mehrheitlich vertritt, ist auch selten. Neulich mußte ich z.B. einer Kuvasz Halterin erklären /weil sie meinte, der Am Staff hätte doch ein anderes Gebiss als andere Hunde), dass die Listenhunde wie z.B. Golden Retriever und Labrador eine Scherengebiss besitzen. Nachzulesen im FCI Rasse Standart. Vor Jahren mußte ich einem Schäferhundbesitzer erst einmal erklären, dass jeder Hund, jeder Rasse, die Beißhemmung als Welpe lernen muß. Leider glauben viele Hundebesitzer der Medienpropaganda und sind mit den dümmsten Vorurteilen behaftet, wie Nichthundebesitzern – den man es ja nicht einmal verübeln kann.
    Ich werde weiter für Listenhunde kämpfen und freue mich an den Menschen, die das auch tun.Denn wer sich nicht wehrt – lebt verkehrt.
    Viele Grüße
    Evelin Korth

    Hundeprofi“ Rütter zum Begriff „Kampfhund“
    http://www.wuff.at/cms/Leserbriefe-2011-05.1762.0.html
    Mir ist aufgefallen, dass in Martin Rütters Sendung „Der Hundeprofi“ häufig der Begriff „Kampfhund“ fällt. Daraufhin habe ich an das Martin Rütter-Team ein Mail geschrieben. Über deren Antwort war ich jedoch recht bestürzt, vor allem, weil ich bisher ein Fan von Herrn Rütter war.
    Die lapidare Antwort des Martin Rütter-Teams (MINA TV) war:
    „Wir stimmen Ihnen und Ihren Freunden vollkommen zu, der Begriff „Kampfhund“ ist meist negativ besetzt. Nichtsdestotrotz wurden diese Hunderassen ursprünglich nun einmal für den Kampf gezüchtet und sind somit Kampfhunde.
    Dass Haltung und Erziehung einen Hundecharakter massiv beeinflussen, ist gerade Martin Rütter bewusst. Ich kann Ihnen versichern, dass er der Letzte ist, der vorurteilsbehaftet mit einer bestimmten Hunderasse umgeht, da er Hunde nach deren Verhalten beurteilt. Da das Wort Kampfhund ein Sammelbegriff für mehrere Rassen und zudem noch sehr geläufig im Sprachgebrauch ist, wird Martin Rütter diesen Begriff auch weiterhin verwenden. Bitte haben Sie dafür Verständnis.“ (Zitat Ende)
    Man muss sich als fähiger „Hundeprofi“ ja nicht für die Listenhunde einsetzen, aber diese Hunde in Einigkeit mit der Tagespresse pauschal als „Kampfhunde“ abzuwerten, nur weil der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch vorkommt ist schlichtweg unfair.

    Christine R. und Familie
    D 28195 Bremen

    Antwort der Redaktion:
    WUFF hat Martin Rütter um Stellungnahme gebeten und die Antwort bekommen, dass er sich zu diesem Sachverhalt nicht mehr äußern werde, weil im vorliegenden Schriftverkehr bereits alles „sachlich und plausibel“ erläutert worden sei.
    Allerdings: Hundefreunde nennen die politisch diskriminierten Rassen „Listenhunde“,

    Martin Rütter nennt sie hingegen weiterhin ganz bewusst „Kampfhunde“, weil „diese Hunderassen ursprünglich nun einmal für den Kampf gezüchtet wurden“. Auf die Nachfrage von WUFF, welche Rassen er damit meine, gab es ebenfalls keine Antwort. Ein so prominenter „Hunde profi“ sollte doch wissen, dass z.B. ein Dogo Argentino, Staffordshire Bullterrier, Presa Canario etc. nie für den Hundekampf gezüchtet wurden.
    Auch lehnt die aktuelle veterinärmedizinische Wissenschaft und Ethologie den Begriff „Kampfhund“ als Sammelbezeichnung strikt ab:
    „Die Bezeichnung ‘Kampfhund’ als Über begriff für alle Angehörigen bestimmter Rassen
    bleibt aber aus vielen Gründen abzulehnen“
    (A. Steinfeldt, TiHo Hannover 2002).

  11. Wirklich großartig geschrieben.Hoffentlich erreicht es auch Hr. Rütter.Ich persönlich halte von diesem prominenten Hundeflüsterer nicht viel.Ich wäre sehr froh wenn diese Hunde einfach nur mal Hunde sein dürfen.
    LG
    Irmgard Geiszer

  12. hut ab auch von uns. es iss schon erschreckend das ein ,,hundekenner,, so denkt. ich hoffe auch dieser brief erreicht den herrn rütter. wir leben seit 1995 mit staffys es haben bis jetzt alle überlebt und niemand hat irgendeine protese oda sonstwas. es iss wirklich rassistisch.

    achso und depraviert könnte fast stimmen. nachdem man von toben kommt sieht man schon ganz schön verunstaltet aus. ^^ wenns draussen sehr matschig iss. oder wenn man von oben bis unten vollgesabbert iss.

    lg die knallfrosch front ^^.

  13. Hallo,

    respekt, vor diesem Brief. Schade, dass ein Hundeprofi, der sich so in der Öffentlichkeit zeigen kann, solche Sätze von sich gibt.

    Egal ob er dieses noch mal revidiert hat. Die „Entschuldigung“ ist doch sicherlich aus öffentlichen Gründen passiert und nicht weil er seine Meinung wirklich geändert hat.

    Vielen Dank für den tollen Brief.

    Viele Grüsse

  14. Liebe Frau Rhode,
    sie haben es sachlich auf den Punkt gebracht,ich selbst wollte einen Mailbrief verfassen,jedoch hätte ich es nicht besser in Worte packen können und manchmal fehlt mir beim Thema Listenhunde einfach die Sachlichkeit.Vielleicht sollte Herr Rütter mal zum Sommerfest beim TS Pit-Staff & Co. nach Köln kommen,wo Hunderte von Listis mit ihren Menschen einen stressfreien,wundervollen Tag verbringen und sich weder Mensch noch Tier „zerfleischen“,oder er kommt zum nächsten Soka-Run am 04.06.11 in Düsseldorf,wo man einige pöbelnde,bellende Hunde hört und sieht,leider nur die der Polizisten,tja was machen wir da nur??Man kann’s halt nicht ändern,das sich soviele unbekannte Hunde auf engstem Raum freundlich und wohlgesonnen begegnen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Bea und ihr „Kampfhund“ Timmy

  15. Großartiger Beitrag, vielen Dank! Ich lebe mit zwei Dogo Argentinos aus einer Tötung, die – obwohl früher schwer misshandelt – nur um Schokolade kämpfen und habe es langsam satt, öffentlich als Bürger unterster Schublade bezeichnet zu werden – während ich brav jede Menge Steuern zahle …

  16. Vielen Dank, für diesen so sachlich und gut formulierten offenen Brief. Als ich die aktuelle Ausgabe der WUFF aufschlug und die betreffenden Zeilen lass, konnte ich es fast nicht glauben, was dort schwarz-auf-weiß zu lesen war.

    Fakt ist: Die zur Gefahrenabwehr bestehenden Hunde-Rassenlisten stellen eine Scheinsicherheit dar. Denn eine Gefahr durch Hunde geht (zucht-/haltungsbedingt!) vom Hunde-Individuum aus – nicht von einer Rasse!

    Ich für meinen Teil weiß, dass ich mich als NICHT-Listenhund-Halterin weiterhin dafür einsetzen werde, dass „Gleiche Rechte und gleiche Pflichten für alle Hundehalter“ gelten sollen.

  17. Schade das auf diese Art und Weise vesuchen sich wieder ins Rampenlicht zu stellen, anstatt mit fundierter leistung zu überzeugen 😉

  18. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen !
    Dieser offene Brief sollte weiteste Verbreitung erfahren.
    Kaum ein Unrecht ist so gross, wie das, welches unseren
    Hunden angetan wurde und wird.
    Nun ganz aktuell auch noch in Thüringen.
    Das Leid verdanken wir Medien, die auf Quotenjagd
    Unwahrheiten über uns verbreiten.
    Ja, sie verkauft sich gut, die Mär vom Bösen Hund.
    Herr Rütter hat das geschickt erkannt.
    Ganz eindeutig kein Hundefreund.
    Kynologen wissen es zum Glück besser.
    Ich hoffe sehr, dass Ihre Botschaft nicht nur von
    Rütter gehört wird. Der wird sich nicht korrigieren.
    Aber die Wahrheit über unsere liebenswerten Hunde
    kann nicht oft genug wiederholt werden.
    Ich hoffe auf weitreichende Verbreitung.
    Ana Springfeldt, Hamburg

  19. Ich gehöre auch seit einiger Zeit zu den Menschen, die von Herrn Rütter als depraviert bezeichnet werden …und ich gehöre gerne dazu !

    Vielleicht sollte Alex Herrn Rütter, wie schon von Bea vorgeschlagen, wirklich mal zum SoKa-run einladen.

  20. BRAVO!!!
    Diesen erstklssigen Brief sollte man nicht nur Herrn Rütter schicken sondern vor allem der Regierung. Dieser Blödsinn mit den Kampfhunden kann nur von Leuten kommen die keine Ahnung haben. Es sind nicht die Hunde die gefährlich sind sondern die besitzer die sie falsch oder nicht erziehen. Ich kann auch aus einem Dackel einen Kampfhund machen, es liegt nur daran wie ich mit dem Tier umgehe.Laut statistik sind die meisten Beisunfälle mit Schäferhunden vorgefallen. Und warum stehen die nicht auf der Liste? Weil sie von Polizei und ähnlichen Behörden gehalten werden und man sich nicht nachsagen lassen will das man ja selbst Kampfhunde führt. Danach kommen kleine Rassen weil der Irrglaube besteht das man Schoßhumnde nicht erziehen braucht sie sind ja so klein. Also mit welcher berechtigung werden diese Rassen als Kampfhunde bezeichnet. Der schlimmste Kampfhund ist der Mensch der so liebe Hunde verdirbt.
    LG Angelika

  21. Liebe Hundefreunde,

    zum Ersten möchte ich zu Herrn Rütters Stellungnahme mal sagen, dass ich es ungünstig finde nicht mal die Anrede groß zu schreiben, das sagt meinermeinung schon sehr viel über die Ernthaftigkeit seiner Stellungnahme aus.
    Des Weiteren habe ich mich auch sehr viel mit diesem Thema befasst und distanziere mich von Rütters Arbeit, da mich die viele Arbeit mit akustischen Hilfsmitteln, die quasi Fehlverhalten in Stress und teilweise Meideverhalten umlenken, sehr stört. Ich denke wir sollten uns mehr und mehr an dem Hundeverhalten orientieren, welches weniger über Lautstärke als über Körpersprache und stille Kommunikation arbeitet.
    Zum Zweiten gibt es einige öffentliche Berichte und Statistiken die belegen, dass die meisten Beißunfälle (tödliche) nicht etwa durch „Listenhunde“ verursacht worden sind, sondern durch die Lieblinge des Fernsehen, Deutsche Schäferhunde und andere Hütehunde (Collies, etc.) . Ich habe keine Vorurteile, KEINER RASSE gegenüber. Dass Kangale und andere HSH nicht als Familienhunde ihren Ursprung haben ist wohl einigen bekannt, dass sie demnach nicht immer leicht zu händeln sind wohl auch.
    Jede Rasse ist individuell, wir Menschen haben sie uns geschaffen und zu Eigen gemacht und nun wollen wir ihnen verbieten zu existieren? Eine Umfrage, die ich mit Erschrecken im Internet vor einiger Zeit fand, befragte User ob sie für die Tötung ALLER noch lebenden Listenhunde in DE sein? Erstaunlicher Weise war der Großteil der User der Meinung dafür sein zu müssen. Hallo?! Die Todesstrafe für Menschen wurde abgeschafft, ebenso wie kein Mensch als Mörder zur Welt kommt, kommt KEIN Hund als Mörder zur Welt, sondern sein Umfeld macht ihn zu dem was er ist. Und nun wollen wir sie genau dafür verurteilen?

    Ich finde es ebenso wie die wirklich stilvolle Autorin dieser Homepage, dass kein „Hundetrainer“ sich öffentlich erlauben sollte Unterschiede bzw. Vorurteile zu befürworten. Ob Rütter nun so etwas gesagt hat bleibt mir offen zu glauben.

    Ich persönlich denke, dass kein Hundhalter sich auf einen Erziehungsstil festlegen sollte. Es gibt nämlich kein Patentrezept für Hunde, so wie Erziehung individuell ist, so sind es auch unsere Hunde und wir sollten alle gut daran tun, sie auf ihre Weise zu verstehen. Denn nur wer seinen Hund versteht, kann ihm beibringen uns zu verstehen!

    Danke, dass ich mich hier zu mitteilen durfte, ich finde es wirklich traurig, dass aus Hundeerziehung ein Geschäft wird, wenn eigentlich geht es hierbei nicht um Geld, Macht und Ansehen, sondern um die Hilfe für Halter und ihre Hunde, oder? Und da finde ich es fraglich, ob ein Hundeprofi, der von einem „Mario-Barth-Für-Hundehalter“- Abend (der sehr amüsant und interessant ist) fliegt, noch genug Zeit hat, für die Menschen, die sich keine teuren Trainingsstunden oder Fernsehauftritte leisten können?!

    Liebe Grüße
    Maren R.

  22. liebe frau rhode,
    ganz wunderbar und fundiert geschrieben! davon bräuchten wir mehr..
    lieben gruß, andrea pausch
    p.s.: vom dienstrechner aus klappt es mit dem bloggen.. ;-)merkwürdig..

  23. Ein Freund von mir hat einen Staffordshire. Als wir ihn das erstemal besuchten, sagte er uns, wenn wir in die Wohnung kommen, sollten wir uns sofort an die Wand stellen. Ich fragte ihn warum? Er antwortete „wartet ab“. Mein Herz rutschte mir sonst wohin, aber wir taten es. Der Hund kam angerannt und freute sich so sehr das er uns umgeschmissen hätte wenn wir nicht Halt gehabt hätten. Nach der Begrüßung mußten wir uns auch erstmal das Gesicht waschen von den vielen Hundeküssen. Ich und alle meine Freund sind der Meinung das es nur auf die liebevolle Erziehung sogenannter Kampfhunde ankommt. Man kann jede Rasse zum Beißer erziehen!
    Liebe Grüße
    Kathi

  24. Auch von mir vielen Dank, sie sprechen mir aus dem Herzen. . .Das ausgerechnet eine solche „bekannte Persönlichkeit“ dieses haltlose Vorurteil untermauert finde ich ehrlich gesagt zum k**** . . . Ich persönlich halte ihn für rassistisch und inkompetent. . . Labbi-Probleme lösen. . . das könnten wohl eine Menge von uns. . . Aber an Charakter-Hunde traut er sich nicht ran. . . Ich bin mir auch sicher, dass meine Hunde ihn nicht ernst nehmen würden, zum Glück haben wir keinen Bedarf an seinen „Anleitungen“, wie so viele von uns. . .

    In diesem Sinne LG von der Lahn senden die Kampfschmuser mit ihren Katzen- und Minischweinfreunden

  25. Zitat aus Kommentar 56:
    Martin Rütter nennt sie hingegen weiterhin ganz bewusst „Kampfhunde“, weil „diese Hunderassen ursprünglich nun einmal für den Kampf gezüchtet wurden“.

    ach… warum wird dann der Yorky nicht als Kampfhund bezeichnet? Auch er wurde, wie fast alle britischen Terrier für Kämpfe eingesetzt um die unselige Wettleidenschaft der Briten zu befriedigen: die Reichen hatten ihre Pferdewetten, die armen halt Hundekämpfe.

    Wirklich gezüchtet wurde keine Rasse für Hundekämpfe! gewiss Hunde diese Typs wurden für Kämpfe, egal welcher Art, genommen. aber das sagt nichts über dir (heutige) Gefährlichkeit aus.
    Wie sahen Hundekämpfe denn aus? nehmen wir die brutalsten Hund gegen Hund? Erstmal fanden die in Einem Pit statt, ausweichen geht nicht weil an allen Seite Begrenzungen sind.
    Was immer geflissentlich unterschlagen wird: Im Pit befanden sich neben den beiden Hunden 3 Menschen: ein Richter und 2 Assistenten die jeweils für einen Hund zuständig waren. Die Hunde mussten jederzeit angefasst werden können, getrennt werden können. Wenn Sie einen Menschen dabei verletzten wars aus mit ihnen, sie durften nie mehr für Kämpfe eingesetzt werden.

    betrachten wir mal die heutige Situation: der Staff gehört in England zu den häufigsten Hunderassen, etwa gleich häufig wie der deutsche Schäferhund. Laut „The Kennel Clup“ ist er die viert häufigste Rasse.

    Caronna
    (der sich für Wikipedia vviel mit dem Thema beschäftigt hat)

  26. Hallo Frau Rhode.

    Herzlich Dank für diesen tollen offenen Brief an unseren allerseits bekannten „Hundeprofi“. Wir führen zwar keine Listi’s sondern einen X-Herder und einen X-Mali. Aber kennen sehr viele Listi’s die genau so sind, wie Sie es beschreiben. Liebe Hundeseelen die äusserst sozial und verträglich sind.
    Als Diensthundeführer sehe ich leider auch bestimmte Menschengruppen, die die Listi’s in Verruf bringen. Selbst dort gibt es Hunde, die von sich aus, nicht aggressiv reagieren wenn sie Menschen oder anderen Tiere begegnen.
    Wie jeder weis, die Gefahr geht immer vom anderen Ende der Leine aus. Der Hund wird zu dem was der Halter aus ihm macht.

    Ich hoffe auch wie alle anderen, dass Ihr offener Brief Herrn Rütter erreicht und er ihn auch versteht…;o)

    Mit freundlichen Grüßen
    Reinhard H.

  27. Ich als „depravierter“ Dogo Argentino Halter danke ihnen für diesen wirklich treffend formulierten offenen Brief!!

    Ich hoffe daß Herr Rütter ihn samt Kommentaren auch liest und ich lege diesem Mann nahe sich mal zu informieren und vielleicht auch mal zu lernen mit Hunden wirklich umzugehen und nicht nur mit 0815 Tricks die jeder der sich ordentlich mit Hunden befasst drauf hat, zu arbeiten! Vor ca 2 Jahren habe ich mal eine Sendung von ihm gesehen wo er sich vor einem total lieben Staff fast in die Hosen machte, seitdem habe ich nie wieder aufgedreht.
    Herr Rütter kann aber nicht nur nicht mit „Listenhunden“, er hat vor Jahren über südländische Hunde Äußerungen getätigt die eine Frechheit sind, denn laut ihm sind alle Südis auch nicht erziehbar und gehören teilweise eingeschläfert weil man sie ja nie sozialisieren kann. Kann ich auch bestreiten, ich habe auch eine ehemalige Straßenhündin aus Griechenland.
    Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber als Hundetrainer kann ich Herrn Rütter nicht ernst nehmen! Absolut nicht!

    Liebe Grüße, Hnilicka Dagmar
    depravierte Halterin von 2 Dogo Argentinos aus schlechtester Haltung, eines unsozialisierbaren griechischen Straßenköters und einem Zwerghund (der – oh Wunder noch immer lebt bei meinen bösen Listenhunden!) aus der Tötung.

  28. Hallo Frau Rhode!

    Danke für diesen erstklassigen Beitrag, den ich zu 100 % unterschreibe.

    LG

    E. M.

  29. Liebe Frau Rhode,

    vielen herzlichen Dank für diesen treffenden und brillianten offenen Brief!

    Besser hätte es niemand formulieren können.

    Liebe Grüsse von einer depravierten Halterin eines Amstaffs welche auch immer noch am Leben ist.

    Patricia Zaak

  30. Solch eine sachliche und fachlich fundierte Kritik ist hervorragend….klasse ! Herzlichen Dank, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

  31. Sehr geehrte Frau Rhode,

    sie sprechen mir aus dem Herzen und sehr schön formuliert!

    Herr Rütter spricht doch eine große Klientel an und es ist doch wirklich schade, dass er von diesem Begriff nicht „ablässt“. Er verwendet ihn nach wie vor, auch wenn hier im GB geschrieben wurde, dass er sich davon distanziert.

    Auch ich hatte Herrn Rütter mal auf seiner HP ins Gästebuch geschrieben, allerdings zum Thema Brustgeschirr (mit der Bitte, seinen Kunden aus sehr gut nachvollziehbaren und wissenschaftlich erwiesenene Gründen solche zu empfehlen bzw. selbst damit zu arbeiten, wenn Hunde extrem ziehen). Dieser Beitrag wurde nie veröffentlicht – auch bekam ich hierzu keinerlei Stellungnahme von ihm.
    Seitdem ist meine „Begeisterung“ für ihn deutlich zurück gegangen!

    Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und bitte machen Sie weiter so – diese armen Hunde brauchen Menschen wie Sie und Ihre Mitstreiter!

    Viele Grüße
    Georgine Nitsch

  32. Sehr geehrte Frau Rohde,

    ich finde es sehr schade, dass sie dies Missverständnis so in der Öffentlichkeit preisgeben müssen. Dies geschieht allein alles auf kosten von Herrn Rütter, was ich für sehr unverschämt halte. Ich dacht, wir wären in einer einigermaßen gebildeten Gesellschaft, wo man gelernt hat, probleme intern und persönlich zu klären. Doch anstelle dessen, gehen sie in die Offensive und schädigen eine andere Person des öffentlichen Rechts. Ich finde Martin Rütter ist ein sehr angehmer Mensch, der seinen Beruf sehr liebt. Aus diesen Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass das Zitat so richtig ist. Ich habe ihn live erleben dürfen, in einer seiner Shows. Dort ging es auch um das Thema Kampfhund und keinerlei bösen oder unangepassten Komentare fiehlen seinerseits. Deshalb finde ich diesen öffentlich Brief mehr als fragwürdig.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vanessa Bootz

  33. danke! danke! danke!

    ich bin zwar auch etwas verdutzt, dass martin rütter so etwas gesagt haben soll, aber vom betreffenden mal abgesehen sind diese zeilen einfach nur gut. danke!

    „… und die, so wie ich, irgendwann mal einen verwirrt verängstigten Staff trösten müssen, weil ein neurotischer Westi sich in seiner Lefze verbissen hatte.“

  34. Also wirklich.

    Schämt ihr euch eigentlich nicht, so über einen Menschen herzuziehen, ohne ihm je die chance gegeben zu haben, sich zu äußern. Ist es nicht schrecklich peinlich für Frau Rohde, dass sie nicht fähig ist, dieses Thema mit Herrn Rütter persönlich zu klären, anstelle ihn auf diese Art so bloßzustellen. Ich denke, wenn man auf diese Weiße versucht, verzweifelt das Licht der Öffentlichkeit zu erreichen, dann ist Beileid nicht mehr ausreichend.

  35. Liebe Frau Rhode,

    auch wir zählen uns demzufolge zu den “depravierten” Hundehaltern, trotz Studium und sozial voll integriertem Leben, Einfamilienhaus im Grünen und seit 20 Jahren regelmässigem Zahlen der Steuern, denn unser bald dreijähriger Amstaff „Dwight FRASER of Tribal Opus“ (ja auch Listenhunde können einen FCI Stammbaum haben und aus einer liebevollen und tiergerechten Zucht stammen) ist unser Sonnenschein. Liebevoll sozialisiert, wohlerzogen, arbeitend als Therapy Dog VTHS bringt er so manchem Menschen, allen voran uns, viel Freude. Leider ist es tatsächlich so, dass sich die Listenhundebesitzer zu wenig wehren und sich auch – ausser klagender weise – kaum dafür einsetzen, dass die Öffentlichkeit ein besseres Bild von diesen charakterlich stabilen Hunderassen bekommt. War dieser Hund doch noch vor ein paar Jahrzehnten weit herum als Nannydog bekannt und geschätzt. Und ja, Solidarität von Hundehaltern mit den “lieben” Rassen, die Herr Rütter wohl mehrheitlich vertritt und einen ganz schönen Batzen Geld damit verdient, ist kaum zu finden.
    Auch glauben viele Hundebesitzer der Medienpropaganda blindlings und sind mit den dümmsten Vorurteilen behaftet, wie Nichthundebesitzern – den man es ja nicht unbedingt allzu sehr verübeln kann. Erst kennenlernen, dann urteilen, wäre hier die Devise!

    Meine ganz hündische Zuwendung gilt diesen Hunderassen, obwohl ich sehr befürchte, dass bei uns in der Schweiz diese schon bald von der Artenvielfaltliste ausradiert sind. Leider.

    Brigitte Meier-Deus

  36. Liebe Frau Rhode,

    ich finde es mutig und wichtig, dass Sie es „wagen“ einen so populären Mann zu kritisieren.
    Soweit ich weiß, trägt nur ein Hund aus der Liste eine Berufsbezeichnung in seinem Namen – der Pitbull (denn engl. Pit für Grube), der eigentlich für die Rattenjagd gezüchtet, aber für Kämpfe missbraucht wurde. Mit Ratten in eine „Grube“ geworfen… mal sehen, wie schnell der Hund sie töten kann…. später dann auch Hund und Hund…
    siehe
    http://www.ig-apbt.org/apbt_rassegeschichte.shtml
    und
    http://www.vivatier.com/Hunde/American_Pit_Bull_Terrier
    Trotzdem ist es kein Kampfhund; das wurde aus ihm gemacht.
    Was ich aber noch viel schlimmer finde ist das Wort depraviert. Wie kann es denn sein, dass sich ein Mensch der Öffentlichkeit erlaubt, andere Menschen so zu titulieren?
    Ob Herr Rütter wirklich ein guter Hundetrainer ist, hängt doch immer von den Hundehaltern ab. Sie sind es schließlich, die den Hund erziehen, mit ihm üben etc.

    Liebe Vanessa (Kommentar 86 und 89),
    ich glaube kaum, dass Herr Rütter sich mit Frau Rhode darüber in einer adäquaten Form ausgetauscht hätte. (ich gebe zu: das ist MEINE Meinung)
    Auch ich kenne Ihn persönlich und er ist ein richtig guter Entertainer. Er kann Menschen begeistern, wie wir alle erleben. Genau das ist der Grund, warum er deutlich vorsichtiger mit seinen Äußerungen sein sollte. Genauso wie er begeistern kann, kann er auch verletzend sein. Wie wir hier lesen können, sind einige Menschen sehr betroffen über seine Aussage.

    Von seiner Arbeit sehen wir immer nur ein Bruchteil. Ob alles wirklich gelingt, bekommen wir gar nicht zu wissen. In den Sendungen werden immer die Top Beispiele gezeigt. Die Show, die er auf der Bühne macht… toll! Keine Frage! Doch erinnert er mich sehr an Mario Barth – und das ist nicht negativ gemeint. Er bringt mich auch zu schmunzeln.
    Aber wer sich Hundetrainer nennt… nun ja… da bin auch ich der Meinung…
    Diese Äußerungen sind nicht in Ordnung.

    Ohne einen offenen Brief wie diesen, wird sich an Verhalten und Situationen nichts ändern. Frau Rhode ist ganz sicher nicht bestrebt, Herrn Rütter bloß zu stellen.

    Wer im Rampe der Öffentlichkeit steht, muss nun einmal mit Kritik rechnen.

  37. Hallo,
    der Text ist echt klasse!!!!
    Ich habe auch 2 Amstaffs und es sind die besten Hunde der Welt!!!!
    Es liegt nie an der Rasse,sondern der Mensch ist das Biest!!!
    Schön das sich auch mal jemand in der Öffentlichkeit wehrt!
    Vielen Dank dafür!

  38. @Vanessa, Beitrag Nr. 86:
    Warum sollte Frau Rhode diese Angelegenheit mit Herrn Rütter intern klären? Martin Rütter hat sich genau so öffentlich geäußert (was im übrigen schon seit längerem bekannt ist!) und hat deshalb meiner Meinung nach ebenfalls die Pflicht und Schuldigkeit, sich genauso zu stellen.
    Ansonsten ist er in meinen Augen ein netter Entertainer – aber mehr auch nicht. Ich habe weitaus seriösere und besser arbeitende Hundetrainer gesehen. Meinen Hund würde ich jedenfalls nicht zu ihm bringen….

  39. Wuff,
    sie sprechen mir aus der Seele. Ich als Schäferhundmix habe jeden Tag mit Vorurteilen zu kämpfen, obwohl ich kein „Listenhund“ bin. Gelte dennoch als gefährlich.
    Die Aussagen des Herrn Rütter kann ich größtenteils nicht verstehen. Mein Frauchen hatte vor mir einen sogenannten Problemhund und weiß daher mittlerweile viel über Hundeerziehung. Der Herr Rütter dagegen hat nur Basiswissen was er gut vermarktet. Meine Hundeschultrainerin war auf einen Seminar von ihm und hat nur mit dem Kopf geschüttelt. Das was dort vorgetragen wird ist Grundwissen. Auf präzise Fragen konnte der Herr Rütter nicht antworten bzw gab „fachlich falsche“ Antworten.
    LG Silas

  40. DANKE!!! Dieser Brief entspricht ganz und völig meiner persönlichen Meinung. Ich bin selber ein „verdorbener Kampfhunde!!!halter“. Auch ich besitze die Frechheit einem geregelten Leben nachzugehen, meine Steuern pünktlich zu bezahlen und mich auch sonst an alle möglichen Gesetze und Auflagen zu halten. Mein einzigster Fehler ist, dass ich die „falsche“ Hunderasse liebe.

  41. Danke,

    ich bin kein Listenhundbesitzer und ehrlich gesagt,
    ich bin überhaupt kein Hundebesitzer und trotzdem haben Sie mich mit ihren Worten erreicht.
    Denn ich bin pro Leben, für mich gibt es kein Leben das Minderwertig
    oder gar gefährlich ist, sondern nur Menschen die damit nicht umgehen können.
    Das soll jetzt keine Verurteilung sein,
    denn auch für mich gibt es Wesen die mich erschrecken oder sogar ängstlich werden lassen.
    Doch diese Angst hat sich bisher bei mir noch nie bestätigt
    und ich hoffe es wird auch so bleiben,
    denn gerade und insbesondere die Tiere sind herrliche Lehrmeister,
    sie geben so viel und verlangen so wenig, sie lehren uns das Leben,
    wir müssen nur hinsehen…
    Oft frage ich mich, warum tun es so wenige?

    LG
    Heidi

  42. mega gut geschrieben meine hochachtung,
    zu den listen hunden muß ich sagen das mein timmy nicht in dieser liste steht und auch niemals dort stehen wird,es ist ein bibob (BEARDED-BOBTAIL MIX),habe ihn jetzt seit 11 jahren aus einen kuschligen bärchen wurde ein in meinen augen ein gefährlicher hund der keinen wesenstest bestehen würde,obwohl ich ihn mit sehr viel liebe großgezogen habe,keiner aus meiner familie hat ihm das beschützen und beißen beigebracht es kam von selbst, timmy mein timmy ist mein kumpel mein leben mein bester freund
    auch aus einen kuschligen bärchen kann ein kampfhund werden,liebe grüße gaby

  43. Wunderschön geschrieben, trotz der ganzen Emotion sachlich geblieben. Ein großes Kompliment.

    Ich werde meinen Teil dazu beitragen Ihren tollen Brief zu verbreiten.
    Herzliche Grüße
    Caroline, eine Hundehalterin mit einem Hund, der nur zufällig nicht auf den so haltlos zusammengestellten Listen der Länder steht

  44. DANKE für diesen tollen Beitrag!

    Auch unsere beiden Englischen Bulldoggen werden oft für Kampfhunde gehalten, obwohl sie auf keiner Liste stehen – und wer Bulldoggen kennt, weiß, wie lächerlich diese Annahme ist.

    Ablehnung und blanke Vorurteile schmerzen – aber noch viel mehr schmerzt die unbeschreibliche Herzlosigkeit und Grausamkeit der Menschen, die Sie in ihrer Arbeit mit den Tieren bestimmt schon hundertfach gesehen haben.

    Ich habe großen Respekt für Ihre Arbeit und Ihr Engagement.

    Hoffentlich bringt Ihr Brief ein paar Menschen zum Nachdenken und Umdenken.

    Alles Liebe für Sie!

  45. Supertoll geschrieben, vielen Dank dafür!!
    Ich habe diesen Artikel und Herrn Rütters Kommentar in der WUFF ebenfalls gelesen und mich maßlos über soviel Dummheit und Arroganz geärgert!
    Ich bin selbst Besitzerin eines English Bulldog Olde Type Rüden und habe oft mit Vorurteilen meiner nicht informierten Mitmenschen zu kämpfen. Gerne wird mein Hund auch mal als Kampfhund oder Listenhund betrachtet, weil die Leute gar nicht wissen, wie diese Listenhunde eigentlich aussehen.
    Ein Mensch, der so in der Öffentlichkeit steht wie Herr Rütter, der mit seinem Comedy-Hundetrainingsprogramm auf Tour geht, der ist für mich nicht mehr ernst zu nehmen. Er fällt damit so vielen ernsthaften Hundetrainern in den Rücken!
    Interessant auch die Folge im TV, in der er sich mit der Englischen Bulldogge Boo „auseinandergesetzt“ hat. All dies war gestellt, gefaket und zusammengeschnitten, wie ich von der Hundebesitzerin weiß. Mit ernstzunehmendem Hundetraining hat das nichts mehr zu tun.
    Vielen Dank also noch einmal für Ihre sachlichen und klaren Worte!

  46. Sehr schöner offener Brief, der auch mir aus der Seele spricht.
    Seit über 20 Jahren teilt immer mindestens 1 Bullterrier mein Leben. Manchmal waren es zwei, manchmal 2 Bullterrier und 1 Mastino.
    Alle dies Hunde aus dem Tierschutz und alle waren die Freunde von Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen. Ich arbeite im Behindertenbereich und diese Hunde sind so nervenstark und liebevoll, dass sie hervorragend als “ Besucherhunde“ in den unterschiedlichsten Einrichtungen geeignet sind. Ein Therapeut kommt mit Menschen, die eine Hundephobie haben zu mir.
    Herr Rütter soll weiterhin seine Retriever therapieren und Menschen mit Listenhunden einfach mit seinen unqualifizierten Bemerkungen verschonen.
    Ich liebe diese Hunde und keine Macht der Welt wird dies ändern !

    Renate Seifert mit Frosty vom Kaiserstuhl genannt Lisbeth ( Bullterrier)und Frösch ( Engl. Bulldogge), wie immer aus dem Tierschutz.

  47. Beifall für diesen tollen Brief! Es baut mich auf das es RICHTIGE Hundeprofis gibt die die Lage erkannt haben!

    Ich finde es traurig, das Herr Rütter die Diskriminierung der „Listenhunde“ fördert, ist sowas ein Hundeprofi??!!??

    Weiter so Frau Rohde!

    Viele Grüße

    Daniel

  48. … ich verstehe die Absicht des Briefes gar nicht – nach meinem Verständnis ist ein Kampfhund ein Hund, der von einem Menschen zu einem Kampfhund gemacht wurde – Kampfhunde sind darauf abgerichtet andere Lebewesen massiv zu verletzen oder zu töten…. Kampfhunde werden nicht geboren, Kampfhunde sind widernatürlich und die Vorstellung von den Menschen, die aus einem Hund einen Kampfhund machen, sind vermutlich in unseren Köpfen (wie vermutlich auch in dem von Herrn Rütter) identisch: es müssen Menschen sein, die Tiere mißbrauchen – um ihre menschlichen Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren. Zu Kampfhunden werden oder wurden Hunde gemacht, die eine kräftige, muskulöse Erscheinung mit großer Beißkraft besitzen – das erklärt, warum es sich (auch in unseren Köpfen) weniger um das „italienische Windspiel“ handelt. Wer zu Hause einen schmusigen Pittbull, Rottweiler oder einen anderen der sogenannten Listenhunde auf dem Sofa liegen hat, hat keinen Kampfhund! Die Tücke steckt im Detail. Hier kann nur Aufklärung helfen – und der bedachte Umgang mit Worten. Manchmal hört man nur das, was man hören will – und wer sich selbst als „depraviert“ bezeichnet, weil er einen Listenhund besitzt, ist selber schuld …

  49. Liebe Silvia,
    man hätte diesen Brief nicht besser schreiben können und man kann nur hoffen das er von vielen Menschen, aber gerade dieser Person an die er gerichtet ist, gelesen wird.
    Lieben Gruß Stefan

  50. Sehr guter Beitrag.
    Kann dies nur unterschreiben. Liest man den Beitrag in der aktuellen Ausgabe der WUFF, erfährt man genau warum sich Halter von sog. „Listenhunden“ aufregen.

  51. Sehr geehrte Frau Rhode,

    inhaltlich kann ich mich mit Ihren Aussagen durchaus identifizieren und den sachlichen Stil finde ich für ein solch emotionales Thema sehr außergewöhnlich.

    Allerdings halte ich es für angemessen, auch die Quelle des Zitats anzugeben: Handelt es sich um eine Aussage, die tatsächlich von Martin Rütter getätigt wurde? Wenn es beispielsweise in einem seiner Bücher steht, sollte man ihm diese Aussage direkt zuschreiben können. Oder handelt es sich um eine Zuschrift, die von seinem Management, bzw. einem Dienstleister beantwortet worden sein könnte?

    Da Sie mit Ihrem offenen Brief Herrn Rütter in dieser direkten Weise als Person ansprechen und soweit ich sehe auch durchaus eine breite Öffentlichkeit erreichen, halte ich es für notwendig und nur fair, dies zuvor eindeutig zu klären.

    Ich freue mich auf Ihre Antwort!

  52. Mein lieber Schwan, ein absolut genialer Artikel!
    Generell finde ich die Arbeit von Martin Rütter auch sehr gut, aber in letzter Zeit gibt es die ein oder andere Aussage von ihm, die ich auch nicht teilen kann!
    Viele Grüße,
    Sylvia mit der Rasselbande

  53. Sehr geehrte Frau Rhode.

    Mit Begeisterung habe ich gerade ihren Brief gelesen und kann ihnen in all ihren Worten nur begeistert zustimmen..

    Ich selbst habe gleich 3 dieser bösen bösen Hunde, ein wunder das ich noch am Leben bin und sie mich im Schlaf nicht schon zu Tode geknutscht haben, denn nichts anderes würden sie tun. 🙂

    Ich bin dankbar das ich diese 3 wundervollen, charakterstarken, lernwilligen, einzigartigen, liebevollen Hunde in meinem Leben habe. Gegen nichts in der Welt würde ich sie eintauschen wollen.

    Ich kämpfe Tag für Tag mit ihnen zusammen gegen die Vorurteile der Menschen, und wir sind jedes mal aufs neue froh wenn meine Hunde durch ihre liebevolle Art wieder einen Menschen, einen Skeptiker, einen „Kampfhunde-nicht-möger“ davon überzeugen konnten was für tolle Hunde es doch eigentlich sind..

    Mit freundlichen Grüßen
    Melanie, Pasha, Lady und Pablo…..

  54. Hallo,

    Der Brief ist klasse – weil sehr sachlich – geschrieben und ich habe mir nun auch alle Kommentare durchgelesen.
    Hier sind mir die kritischen, welche sich DEUTLICH in der Unterzahl befinden besonders ins Auge gestochen und ich habe mir die Mühe gemacht den mehrfach erwähnten Gästebucheintrag zu suchen.

    -Zitat (Quelle: http://www.ruetters-dogs.de/Infos/Gaestebuch?year=2009) Anfang-

    26.02.2009 Sabine Weber
    Herr Rütter,

    ich hätte gerne mehr über das Zitat „Nur Depravierte halten sich Listenhunde“ von Ihnen erfahren. Es haben sich ja nun schon diverse Leute mit Listenhunden nach einem Training bei Ihnen erkundigt und wurden abgewiesen, weil Sie und Ihr Team „mit solchen Hunden nicht arbeiten“ und „diese Tiere sowieso lieber alle euthanisiert werden sollten“. Ich finde das eine unglaublich rassisitische Haltung. Sie tun doch so, als seien Sie Hundefreund? Wie passt das denn zusammen? Oder sind Sie nur ein Hundefreund, wenn es sich um einen Nicht-Listenhund handelt und die Kamera läuft? Es sieht ganz so aus…

    STELLUNGNAHME MARTIN RÜTTER:

    Liebe Frau Weber,

    vielen Dank für ihre Mail. Sie sind zu Recht entsetzt. Es haben mir Gott sei Dank auch schon andere Hundefreunde geschrieben. Selbstverständlich habe ich den Satz nicht gesagt. Zum einen haben Mitarbeiter von mir Mischlinge so genannter Listenhunde, zum anderen arbeite ich selbstverständlich mit allen Menschen gerne, die motiviert sind. Für mich spielt es überhaupt keine Rolle welche Hunderasse ein Mensch hat.

    Der Journalist hat es auch nicht bös gemeint, sondern einfach ein paar Sätze miteinander vermengt. Das Gespräch ging über 45min und wir haben in der Zeit auch über Listenhunde gesprochen. Da das leidige Thema aber jetzt seit Jahren in allen Formen und Farben durch die Medien geleiert wurde, gab es wirklich nicht viel dazu zu sagen. Und so kamen wir sehr schnell auf ein Thema, dass mir sehr am Herzen liegt: Nämlich Deprivationserscheinungen von Hunden, die unter schlechten Bedingungen gehalten bzw aufgezogen wurden. Und auch wenn es nur ein kleiner Buchstabe ist, so ist das Thema DeprIvation, doch ein anderes als DeprAvation. Ich hoffe ich konnte sie beruhigen, dass mein Herz tatsächlich nicht nur vor der Kamera an Hunden hängt.

    Herzliche Grüße und weiterhin viel Spaß mir ihren Hunden.

    Martin Rütter

    -Zitat Ende-

    Ich wünsche allen einen schönen Tag und ich kann mich nur der Minderheit anschließen: besser wäre es im Vorfeld genau zu recherchieren.

    Herzliche Grüße
    Eve

  55. Ich freue mich über diesen Beitrag, danke! Lange war ich ebenfalls Rütter-Fan, dies hat sich jedoch schlagartig geändert!

    „Herr Rütter, diese sogenannten Kampfhunde wurden nicht zum kämpfen gezüchtet, sondern sind vor hunderten von Jahren als Hirten- oder Jagdhunde „verwendet“ worden. Ich besitze eine Dogo Argentino Hündin, sie ist ein Jagdhund, die nicht zuletzt als Sauhund eingesetzt wird. Begründer der Rasse ist Antonio Nores Martinez, der 1928 den ersten Standard entwickelte. Beabsichtigt wurde ein Züchtungserfolg zu einem unerschrockenen Jagdhund und ebenso guten Familienhund, Haushund und Wachhund. Der Dogo Argentino wurde und wird in seiner Heimat als Jagdhund für Großwild, insbesondere für die Wildschweinjagd eingesetzt, aber auch für die Jagd auf Raubkatzen. Die weiße Fellfarbe wurde den Hunden angezüchtet, um sie vor einem Fehlschuss des Jägers zu bewahren. Der Dogo Argentino muss in seiner Heimat in Gruppen jagen, in denen auch mehrere erwachsene, gleichgeschlechtliche Hunde zusammenarbeiten. Mit Hunden, die zu übersteigertem Aggressionsverhalten neigen, ist dies nicht möglich. Eine gute Sozialisierung ist auch Voraussetzung, um mit anderen Tieren und Menschen friedlich zusammenzuleben.“

    Also endlich weg mit den verdammten Vorurteilen!!!!!!

    Herzliche Grüße, Margit

  56. Hallo,
    am Anfang einer redaktionellen Arbeit steht die Recherche. In diesem Fall, hat Herr Rütter im Juni 2008 diese Aussage gemacht oder wurde er falsch zitiert?

    Das könnte man durch eine Anfrage beim Genannten abchecken, sonst könnte man auch als Hundefreund dem Problem des Vorurteils unterliegen.

    Bleibt für mich die Frage, weshalb im Mai 2011 einen offenen Brief zu einer angeblichen Aussage aus dem Juni 2008?

    Meine Erfahrung in einem längeren Leben haben mir gezeigt, dass nur die anderen Vorurteile haben.

    Grüsse von einem, der es gern hat, wenn ihn fremde Hunde nicht anspringen, während er im Wald spazieren geht.
    Walter

  57. hallo walter,
    warum im mai 2011 eine aussage von herrn rütter aus 2008 aufgegriffen wird erklärt sich durch den beigefügten link mit aktuellem inhalt. dort wird auch deutlich, dass der genannte weder bereit ist sich zu dem thema zu äußern noch seine definitv falsch verwendeten begrifflichkeiten gegen juristisch und veterinärmedizinisch anerkannte definitionen auszutauschen. vorurteile scheinen seinerseits schon seit jahren unverrückbar manifestiert zu sein..
    http://www.wuff.de/cms/Leserbriefe-2011-02.1762+M5d637b1e38d.0.html
    ich persönlich begrüße es, wenn sowohl listenhunde als auch nicht-listen-hunde gut erzogen sind und habe kein problem damit ganz vorurteilsfrei auch mal einen pudel zu streicheln.. umso enttäuschender empfinde ich die langjährige und starre haltung des herrn rütter. aufklärung und herstellung von öffentlichkeit halte ich daher in dieser sache für angebracht.
    viele grüße, andrea pausch

  58. Hallo hier meldet sich Border-Collie Solveigh,
    gut formuliert, sachlich und neutral.
    Was,so frage ich, ist der Unterschied zwischen einem fehlgeleiteten Hundehalter mit Hund an der Leine und seinem Vierbeiner?
    Sie kommen alle drauf: Es gibt keinen Unterschied, bei beiden ist dass Arschl.. hinten.
    In der Hundeschule sagt man nicht umsonst, dass der Hund 20%, sein Besitzer(welch ein Unwort)aber 80%, lernen muss.
    Grüße aus Aachen
    Kalle Lehnen und Solveigh

  59. Hallo, Frau Rhode,

    der Brief ist wirklich sehr gut formuliert.
    Auch wir sind Halter eines „Anlagehundes“ und haben es nie bereut. In den letzten Wuff-Ausgaben konnte man nachlesen, wie Herr Rütter zu diesen Hunden steht. Es hat mich schon sehr erschüttert.

    Am Samstag, dem 04.06.11 treffen wir uns zum vierten Mal in Düsseldorf zum Soka Run NRW.
    Dieses Mal unter dem Motto: „Heute wir … morgen ihr?“
    Es ist eine ruhige Demo- und Informationsveranstaltung, für Jung und Alt.
    Treffpunkt: Burgplatz
    Zeit: 12:00 Uhr

    Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen, wollen wir den mit Vorurteilen behafteten und durch Medien voreingenommenen Mitmenschen doch zeigen, dass unsere Hunde ganz normale Hunde sind.

    Nähere Informationen findet man hier: http://soka-run-nrw.over-blog.de/

    Herzliche Grüße aus NRW
    Claudia
    mit Anhang

  60. Hallo Sylvia,
    gerade lese ich Deinen offenen Brief an Martin Rütter,
    klasse nee großartig wie Du dich für die Hunde einsetzt. Ob der Rütter mich als depraviert bezeichnet ist mir eigentlich völlig egal, ist mir eh zu Oberlehrerhaft der Typ, schalte ich ab. Aber für die vom Gesetz her gefährlichen Hunde, da muss etwas getan werden und zwar jetzt. Als die Hysterie begann, mit wehenden Fahnen voran die Bild Zeitung und die zu jedem Thema bewanderte Frau Höhn von den Grünen. Schnell mal eine Meinung und aus der Luft gegriffenen Eigenschaften in der Allgemeinheit etablieren und dann ein mit der heißen Nadel gesticktes Gesetz hinterherschieben. Die leidtragenden sind die Hunde, zu Tausenden in den Tierheimen, mein gesammter Respekt für die Tierschützer, Vereine und EV´s.
    Als ich unseren Hund anmelden wollte, musste ich der etwas unklaren Verwaltungsfachangestellten erklären das ich eigentlich nur meinen Hund und nicht eine Waffe anmelden wolle.
    So, also was kann man machen um die eingebrannte Meinung und das Image dieser Hunde wieder auf ein normales Level zu bringen. Es ist doch ein wenig müßig all dem halbwissenden Bildlesern zu erklären, das das auch nur ein Hund ist, etwas Großkopfert, aber es ist wirklich nur ein Hund.
    Erst gestern hatte ich eine Diskussion, das diese Hunderassen im Alter auf ihre eigenen Besitzer losgehen würden, so ein Quatsch, aber gängige Meinungen auch von Hundebesitzer.
    Also was ist zu tun, wir sind Tausende, noch, gnade uns Gott wenn die Grünen weitere Wahlen gewinnen !!!
    Liebe Sylvia, klasse gemacht, weiter so.
    Und lasst euch nicht verHöhnen !!!
    Viele Grüße aus dem Kalletal

    Die Figges und natürlich Schmitti(Pitbull)

  61. hallo,
    ich hatte/habe öfters auch mit listenhunde und deren besitzer kontakt. dabei ist mir aufgefallen dass die hunde sicher nicht agressiver sind, aber oft feinfühliger reagieren. ob das wissenschaftlich belegbar ist weiss ich nicht (sollte mal studiert werden). das macht diese hunde unglaublich sympathisch. leider halten manchmal zwiehlichtige gestallten solche hunde… und was passiert, wenn ein selsibler hund ein agressives herrchen hat? ja, das steht dann gross und fett in den tageszeitungen! ebenfalls ist auch der hass unter listenhundehaltern und nichtlistenhundehaltern durch die medien und unqualifizierten äusserungen gestiegen, was ich persönlich sehr schade finde. dass der „hundeprofi“ auch solche bemerkungen machte/e, habe ich eben erst gelesen und bin schockiert!!!

  62. Ein guter Brief – DANKE!

    Eine gute Möglichkeit auf unsere wunderbaren friedlichen Hunde aufmerksam zu machen ist sicherlich der „Sokarun“ am 4.06.2011 um 12Uhr auf dem Burgplatz in Düsseldorf.

    soka-run-nrw.over-blog.de

  63. Ich folge mal den PR-Strategien und mach Werbung für eine Veranstaltung:

    http://www.meyer-konzerte.de/show/Was-Sie-Martin-Ruetter-schon-immer-mal-erzaehlen-wollten-Martin-Ruetter-1272m/

    😉

    Hier geht’s nochmal zum GB von Martin Rütter:

    http://www.ruetters-dogs.de/Infos/Gaestebuch?year=2009

    Der hier zitierte Fall war 2009. Die Stellungnahme Herrn Rütters findet man dort auch.

    Und wer’s nicht glauben mag… Siehe Veranstaltungstipp – vielleicht auch die Gelegenheit für Sie, geschätzte Frau Rhode.

    Viel Erfolg weiterhin.

    LG P

  64. Hallo

    Bin durch Zufall hier gelandet und finde den Beitrag sehr gut geschrieben und kann mich auch voll dahinter stellen.
    Habe selbst über 20 jahre Hundeerfahrung,arbeite auch in unserem Tierheim mit allen Rassen.

    Ich sage immer jeder Hund ist so gut wie sein Halter,hat der Halter eine an der Murmel kann der Hund auch keine Leuchte sein.

    liebe Grüße aus Thüringen
    Martina

  65. lieber peppi,
    ich soll knapp 24€ dafür bezahlen, um herrn rütter fragen zu stellen, die er bekanntermaßen nicht beantworten möchte ?? irrwitzig für mich, denn das ziel kann doch nur sein, ihm für seine rückgratlose haltung kein geld mehr in die kasse zu spielen.. der immer wiederkehrende verweis auf gästebücher aus 2009 ist ehrlich gesagt sehr ermüdend und auch nicht mehr wirklich aktuell.. das zeigt ja seine haltung im wuff-beitrag aus 2011.. „man“ wird weiter von kampfhunden sprechen, weil man das entgegen wirklich professioneller meinungen nun mal tun möchte.. bitter und keinen cent wert, wie ich finde!
    viele grüße, andrea pausch

  66. Hallo Silvia Rhode,

    was soll ich sagen (schreiben), ich bin begeistert, von ihnen, auch über ihre Ausdrucksweise in dem Brief, vielen Dank, Klasse. Hatte mich heute über Rütter mit meiner Schwester unterhalten, die plötzlich sagte, der Rütter macht auf seinen Veranstaltungen die Listenhunde schlecht, wählt dabei den Ausdruck „Kampfhund“.
    Deshalb hatte ich gegoogelt und bin auf ihre Seite gekommen. Frau Rhode, tausende würden es ihnen danken, schreiben sie ein Buch über unsere Kampfschmuser.
    Ich würde sie dabei gerne unterstützen.
    Auf jeden Fall bin ich glücklich, dass ich meinen „Süßen“ vor 5 Jahren aus dem Tierheim geholt habe und das es ihm jetzt sehr gut geht. Fotos von unserem Liebling unter
    http://www.klaus-morbach.de

    viele liebe Grüße

    Klaus Morbach

  67. Einfach nur: danke!
    von einem weiteren Listenhunde-Fan, die die Hunde schätzt wegen ihres Wesens und ihrer Arbeitseifer und ihrer Treue und und und.
    Jeder Hund hat es verdient, dass man sich seinem Wesen annimmt und er kann nichts für den Körper, in den er geboren wurde und dem Menschen zufällig etwas zuschreiben, wofür das Tier nichts kann!

  68. Auch von mir ein Danke. Trifft es auf den Punkt. Mußte meine Kleine Maus im April diesen Jahres einschlafen lassen, nach 13 1/4 Jahre. Sie war nur lieb und ein ganz besonderer Hund. Treu und immer gelassen ein toller Familienhund. Es war nicht leicht, nach den Hetzkampanien und Auflagen der sogenannten Listenhunde ein freies und immer unbeschwertes Leben zu führen, aber sie war alles für mich und der Rest war mir egal. Danke!

  69. Herzlichen Dank für diesen tollen Brief. Schade, dass Engstirnigkeit und Unwissenheit heute immer noch als wissenschaftliche Begründung zur Verurteilung etlicher Hunderassen dienen kann. Würden alle Hundebesitzer so genau geprüft wie ihre Hunde, gäbe es keine sogenannten Listenhunde mehr, aber vielleicht eine Liste der ungeeigneten Hundehalter. Einen ganz herzlichen Gruß Gabi Schröder

  70. Guten Tag zusammen,

    ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, sondern nur den Brief.

    Sehr schön formuliert -einzig die Sache mit der Vermenschlichung stört mich etwas, denn Hunde können weder gegen Voruteile noch gegen Steuern bewusst kämpfen- aber was mir direkt auffiel: ich selber würde diesen Satz von Herrn Rütter irgendwie etwas anders interpretieren.

    „Kampfhunde“ allein ist schon ein Wort, das nicht jeder gleich definiert.

    Wer weiß wie Herr Rütter das gemeint hat?
    Vielleicht meinte er unausgeglichene, falsch gehaltene, auf Aggressivität hin gezüchtete oder trainierte Hunde, ganz gleich welcher Rasse?

    Vielleicht meinte er jene Hunde, durch die die „Kampfhunddebatte“ erst losgetretten wurde, nämlich genau die Hunde die von unwissenden Jugendlichen zu Hinterhofhundekämpfen abreichtet werden, die „scharf gemacht“ werden?

    Ich selber habe während meiner Tierpflegerausbildung mit sehr vielen Hunden sehr vieler Rassen zu tun gehabt, und natürlich waren auch viele Staffordshire Terrier, Pit Bull Terrier und ähnliche Rassen in den Tierheimen.

    Als ich die Ausbildung anfing, waren Hunde für mich Wesen, mit denen ich als Kind viel zu tun gehabt hatte (meine Freizeit hatte ich als Kind meist in Reitställen verbracht, wo es damals noch normal war die Hunde einfach laufen zu lassen), ich wusste nichts von Rassendiskriminierungen und dergleichen- Chihhuahuas waren für mich genauso Hunde wie Schäferhunde oder Pit Bulls.

    Erst durch die Ausbildung lernte ich, wsa es mit den verschiedenen Rassen auf sich hat- und dass es bei bestimmmten Rassen traurigerweise so ist, dass sie in den falschen Händen zu „Kampfhunden“ trainiert werden.

    Ich habe an meinem Bild festgehalten, dass Hunde gleich welcher Rasse in erster Linie immer noch Hunde sind.
    Natürlich mit gewissen Rasseeigenarten, aber dennoch: Hunde.

    Aggressivität kann man in JEDE Rasse durch nur wenige Generationen hineinzüchten.

    Unausgeglichenheit/Unsicherheit bei einem Hund kann außerdem genauso zu Beißvorfällen führen, aber das brauche ich ja hier glaube ich nicht näher zu erwähnen.

    Mit dem „richtigen“ Training bekommt man aus nahezu jedem Hund einen Beißer, aber auch das brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

    Was ich nur sagen will: ich stehe voll und ganz auf Ihrer Seite,was die „Kampfhundproblematik“ anbelangt, aber ich glaube, der Herr Rütter hat sich vielleicht einfach nur ein bisschen…ungeschickt ausgedrückt.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Anna Seckler

  71. @ Anna Seckler

    „ungeschickt ausgedrückt“ – das passiert keinem HundeProfi!

    Wären, zur Aggressivität gezüchteter/erzogener Hunde gemeint gewesen, hätte er von Tiermissbrauch und somit von einer Straftat gesprochen.

    Mit der Verwendung des Kampfhundebegriffs wird stigmatisiert.

    Das scheint Herrn Rütter egal zu sein, sonst gebe es seinerseits – außer einem GB-Eintrag – deutlichere Klarstellungen.

  72. Danke!!!
    Mehr kann man da eigentlich nicht zu sagen…
    Ein ganz toller Brief. Und ich hoffe, dass ihn nicht nur Herr Rütter liest, sondern auch alle anderen „Kampfhunde“-Gegner. Damit diese Liste endlich aus unseren Gesetzen verschwindet!!!

  73. Vielen Dank für diesen tollen Brief!
    Selten hat jemand die Tatsachen zu diesem Thema so auf den Punkt gebracht!“In dubio pro reo“ sollte auch in dieser Diskussion oberster Leitsatz sein,aber viele lassen sich lieber auf Bild-niveau herab und laufen populistischen Stimmungsmachern hinterher, da es zu anstrengend wäre sich selbst zu informieren und sich selbst eine Meinung zu bilden.

    In diesem Sinne
    Viele Grüße
    B.Weber & Bullyhündin Ronja

  74. Toll dieser Beitrag,
    wir haben seit 5 Jahren einen Dobermann Rüden,
    der ein Absoluter Schmusebolzen ist,er liebt Kinder
    und Menschen.Und das obwohl wir Ersthunde Besitzer sind.
    Für keinen Preis der Welt würden wir ihn wieder hergeben
    und wir Verteidigen ihn mit Zähnen und Klauen gegen die
    Zeibeiner die meinen ein Dobermann kann nur böse sein,denn er ist ein Kampfhund.Ein Hund egal welche Rasse ist nur so böse,wie der Mensch ihn macht.Die Schuld sollte man am anderen Ende der Leine suchen.

    Dobermann “ Tyson “ und seine Familie

  75. Also ich kann die Vorurteile verstehen, den genau solche Leute sehe ich immer wieder mit Listenhunden. Genau so wie ich regelmäßg verzogene Tretthuben sehe, wo sich die Besitzer anscheißen wen meine Dogge mal mit dem Schwanz wedelt. Ich selbst wohne in Österreich und die Tierheime hier sind voll von Listenhunden. Und ich sehe die Leute die sich für genau diese Hunde interessieren. Genau die in ein gewissen Klischee passen. Man sollte lieber Vorurteile aus der Welt schaffen, anstatt sich persönlich angegriffen fühlen. Den keiner hier weiss welche Erfahrungen Herr Rütter mit den Besitzern solcher Hunde machen musste. Leider sind verantwortungsbewusste Hundebesitzer eher selten.
    Ich selbst habe eine Deutsche Dogge die zum Beispiel in der Schweiz auf der Liste steht. Und wen ich mit ihr einkaufen gehe, merke ich nichts von Vorurteilen solchen Hunden gegenüber. Eher das Gegenteil.
    Die erhöhte Hundesteuer und auch andere Maßnahmen die in Deutschland von statten gehen. Finde ich sehr gut, den ich sehe einen großen Unterschied zwischen den Tierheimen in Deutschland und hier in Österreich.
    Vorurteile kommen meist aus Erfahrungen und man kann leider die Beisskraft eines Pitbulls nicht mit der eines Dackels vergleichen. Es gibt einfach Rassen die dazu gezüchtet wurden. Und Genetische Veranlagungen kann man nicht wegerziehen.

  76. Liebe Listenhundfreunde,

    vergangene Woche wurde mein Chihuahua-Mix-Rüde, der sehr gut sozialisiert ist, innerhalb 2 Sekunden von einer Staff-Hündin derart gebissen, dass er in einer Not-OP gerade noch gerettet werden konnte. Er ist mit über 40 Stichen wieder zusammengenäht worden und hatte einen Lungenriss. Ihre als Kampfschmuserin betitelte Listenhündin lief unangeleint in einer öffentlichen Grünanlage. Die Halterin hat mich mit einer falschen Adresse verabschiedet. Hätte ich auf die Polizei gewartet, wäre mein Hund jetzt tot. Ich halte seit über 40 Jahren große wie kleine Hunde, welche sich auch gerne mal zanken. Einen derartigen Übergriff habe ich jedoch noch nie erlebt. Wenn er sich auch inzwischen körperlich erholt hat, so schreit er jetzt beim Anblick eines fremden Hundes wie am Spieß.
    Auf den Tierarztkosten von ca. 1000€ werde ich wohl sitzen bleiben. Die Kontrollen, wer einen solchen Hund führen darf, können gar nicht streng genug sein.

  77. Liebe Frau Rhode,

    wir besitzen alle keine telepathischen Fähigkeiten und somit ist es immer eine gewisse Interpretationssache, wie Aussagen in der zwischenmenschlichen Kommunikation zu verstehen sind.
    Ich persönlich wäre nie auf die Idee gekommen, diese Aussage gegen Herrn Rütter auszulegen, da sie meiner Meinung nach überhaupt keinen Angriff auf Listenhundehalter darstellt, sondern sich der Ausdruck depraviert auf jene Halter bezieht, die ein hohes Aggressions- und Kriminalitätspotenzial mitbringen und zu deren Image leider(!) auch die Haltung eines Listenhundes zählt. Darum habe ich diesen offenen Brief hier mit großer Verwunderung gelesen und mit noch größerer feststellen müssen, dass alle Kommentare einschlägig waren und ebenfalls davon ausgehen, dass es sich um einen Affront gegen „Ottonormalhalter“ richte.

    Ich möchte weder Ihnen noch anderen Listenhundehaltern zu nahe treten, aber möglicherweise sieht man sich als solcher permanent derart massiven Vorurteilen und Hindernissen ausgesetzt, dass man regelrecht danach sucht und in bestenfalls ungeschickte Formulierungen gleich etwas Negatives hineinlegt.
    Als kleines Beispiel nenne ich an dieser Stelle radikale Feministinnen: Diese gehen oft davon aus, dass die ganze Welt voller Frauenfeindlichkeiten sei und hinter jeder Ecke eine weitere bösartige Diskriminierung lauere. Was dies mit Ihrem offenen Brief zu tun hat? Nun, „gegendert“ ist dieser nicht und so würde eine solche Person diesen Brief als frauenfeindlich auslegen, da ja nur von HundehalterN die Rede ist- sollen sich die HalterINNEN nicht angesprochen fühlen?

    Da ich (als „neutrale“ Person ohne Listenhund und radikale feministische Ansichten) überzeugt bin, dass hinter Ihrer unbedachten Formulierung genauso wenig Böses steckt wie hinter der von Martin Rütter, ist dies ggf. ein kleiner Anreiz, sich selbstreflektiert zu fragen, ob man sich nicht manchmal selbst eine Stigmatisierung auferlegt, die einem der Großteil der Gesellschaft gar nicht verpasst. Sicher gibt es viele Leute, die durch die miserable mediale Aufarbeitung Ängste und Ablehnung gegen diese Rassen entwickelt haben. Dass dies aber bei der überwältigenden Mehrheit der Fall sei, halte ich für fragwürdig. Und dass Martin Rütter dazugehöre, noch mehr.

    Mit freundlichen Grüßen,
    N. Hanß

  78. Liebe Frau Rhode, danke für den wunderbaren Artikel. der mir aus der Seele spricht. Zur Zeit engagiert sich Frau Dr. Pauly-Bender im Hessischen Landtag für ein Hunde(schutz)gesetz, Gerechtigkeit für sog. Listenhunde und Schulung derer, die sie dazu gemacht haben.
    Der Hund ist das einzige Tier, das freiwillig mit uns zusammenarbeiten will und uns seine Sinne zur Verfügung stellt – mein Hund hat mir mein Bewusstsein sehr erweitert. Ich bin dabei, dass auch seine Mit-Hunde beschützt werden sollen! (siehe http://www.politikprotier.de, Kommentare 17 und ff)
    Viele Grüße, Inge Büttner-Vogt Trainerin für Menschen mit Hund

  79. Liebe Frau Rhode, wie um alles in der Welt kommen Sie auf „gewaltfrei“? Er bewirft bellende Hunde
    mit einer Kette, bis sie zitternd unter dem Tisch sitzen. Er verprügelt die beiden Airedale-Terrier von Frau R. mit zwei leeren Wasserkästen (Juli 2010) Er quält in seiner Sendung Welpen und läßt es zu, dass sich ein Kandidat einen Hund aus dem Tierheim für eine Sendung holt und danach wieder zurückbringt. Menschen weinen vor der Kamera, weil er rät, den Hund, der Besucher anknurrt, abzugeben. Der Stern schreibt brav mit, wenn Martin Rütter rät den Hund zu ignorieren. Erst bringe ich ihm durch Nichtwissen kläffen bei, dann ignoriere ich es? Das gibt es in keinem Sozialverband, nicht bei Freunden, nicht in der Familie, schon gar nicht bei Hunden – Hundeführung geht anders, ganz anders!

  80. Ich bin auch der Meinung das man sich nicht zwangsläufig jeden Schuh anziehen sollte. Und das Herr Rütter nun auch nicht der Herrgott ist der mit allem ins Schwarze trifft sollte auch jedem klar sein.
    Und wenn Ich etwas in nunmehr 20 Jähriger Hundehaltung gelernt habe, dann das es jeder andere Hundehalter außer man selbst eh besser weiß.

    mfg

    W.Kaiser

  81. Ich bin über diesen nun schon etwas älteren Artikel gestoßen.
    Ich kann mir zwar nicht ganz vorstellen dass Herr Rütter jeden Listenhundbesitzer für depraviert hält. Dennoch ist diese Aussage sehr unglücklich gewählt. Nicht primär weil sie Besitzer und Fans von Sokas verletzt, sondern weil sie Unwissenden und Gegnern Zündstoff bietet um sagen zu können „Seht ihr, Kampfhunde und ihre Besitzer sind böse, der Rütter bestätigt es“.
    Wenn man bedenkt wie engagiert die deutsche Presse darin ist Listenhunde und Listenhundbesitzer zu diffamieren, sollte man ihnen nicht noch zusätzliche Grundlagen dafür bieten. So viel an Herrn Rütter.

    Und an die Allgemeinheit: Wir sind Menschen und leben in einem Land voller Menschen. Selbstverständlich wird man in jeder Schicht, in jeder Gruppe, in jedem Kegelverein und jeder Kneipe einzelne, niederträchtige Idioten finden die die Menschen und Tiere in ihrem Umfeld ausnutzen und missbrauchen. Aber das sollte uns nicht verblenden, das sollte keine Feindbidler und keine Ängste in uns erzeugen. Negativbeispiele sind mämlich in der absoluten Minderheit. Jene die mit positivem Beispiel voran gehen sind in der Überzahl und sollten daher viel stärker wahrgenommen werden.

    Ich selbst werde mir eines Tages einen „Listenhund“ anschaffen, weil ich erfahren durfte was für wundervolle Hunde das sind. Und weil ich diesen bulligen Kopf einfach herzhaft finde. Aber das hat noch ein paar Jahre zeit, da ich nach meinem jetzigen Masterabschluss voraussichtlich erst promovieren werde. So viel zu den „Depravierten“. 😉

  82. Wo ist denn Kampfhund ein abwertender Begriff? Muss ich dann auch meckern, dass mein Border Collie als Hütehund bezeichnet wird? Und ich als deutsche? Dieses ganze Gerede um einen Begriff geht mir langsam auf den Senkel. Man weiß überhaupt nichtmehr wie man Dinge politisch korrekt ausdrücken soll.
    Ich finde nicht schlimm selbst als weiße betitelt zu werden. Genausowenig wie ich schlimm finde, wenn mein American Stafford als Kampfhund bezeichnet wird. Sie ist ja „außer Dienst“ bei mir. Kann garnicht kämpfen das Tier. Genauso wenig wie mein Border viel mit ’ner Herde Schafe anzufangen wüsste. Es kommt doch darauf an, was man draus macht. Und das wissen wir alle. Und der Rütter auch. Das mit dem d-Wort hätte er sich sicherlich sparen können.

  83. Sie haben einen Staff. Wenn Sie ihn „Kampfhund“ nennen möchten, dann wissen Sie einzuschätzen um was er kämpft… Zuneigung, Nähe und mehr Futter durch hungrige Blicke.
    Die meisten Menschen, die sich vor „Kampfhunden“ fürchten und Sonderregelungen befürworten, kennen hingegen gar keine der so subsummierten Rassen.
    Kampfhund wird daher zu einer Eigenschaftsbeschreibung dieser Hunde und prägt ein Bild, das sie mit Auflagen belegt, die ihre Rassen nicht rechtfertigen. So ist das sehr wohl ein Problem mit diesem Begriff.
    Es macht eben einen Unterschied, ob man ein Bonbon Süßigkeit nennt oder Zahnzerstörer…

  84. Fakt ist: Durch gezielte Zucht über Jahrhunderte, wurden bei sog. Kampfhunden auf gleiche Weise selektioniert, wie dies gezielt bei Jagdhunden, Hütehunden, Schweisshunden etc. gemacht wurde. Der Sinn und Zweck war jedoch der effiziente Kampf in der Arena. Physiologisch und den Instinkt betreffend, sind diese Eigenschaften eindeutig nachzuweisen.Ein Dackel ist auch nicht zufällig länglich. Aber leider herrscht bei vielen „Intellektuellen“ eine Biologie-Aversion.

  85. Fakt ist vorallem, dass es massenhaft Studien gibt, die belegen, dass eine phänotypisch gesteigerte Agression nicht nachgewiesen werden kann. Sie sind im Netz frei verfügbar, beispielhaft hier: http://tehace.ag.vu/H_Kampfhunde_DE.pdf
    Das ist Biologie.
    Fakt ist auch, dass Beißstatistiken seit Jahrzehnten keine der „Kampfhunde“ auf relevanten Platzierungen führen, obwohl sie die Populationsgröße und Verbreitung berücksichtigen.
    Das ist Statistik.
    Beides entkräftet den Verdacht der genetischen Selektion.
    Persönlich kann ich sagen: aus meiner umfangreichen Tierschutzerfahrung kenne ich genug (zu viele) Listenhunde, die durch menschliche Mißhandlungen jeden erdenklichen Grund hätten Menschen niemals wieder Vertrauen zu schenken. Sie leben heute als Couchpartner und Familienhund. Träfe Ihre Genetikthese zu wäre dies kaum möglich.

  86. Weder Beissstatistiken noch Ihre Tierschutzerfahrungen widerlegen die physiologischen Eigenschaften betreffend Muskulatur und Kieferkraft. Das Potenzial machts, das Potenzial. Wollen Sie ernsthaft behaupten, dass es keine gezielte genetische Selektion zu diesem Zwecke gab? KEIN Hund sieht zufällig so aus, wie er aussieht. Zucht ist Selektion.

  87. Der Autor vertritt klar die Meinung, dass die Listen ein Fehler sind und Hunde individual betrachtet werden müssen. Dies widerspricht der Annahme, Genetik würde Eigenschaften einer gesamten Rasse bestimmen, es widerspricht der Verallgemeinerung, die den Listengesetzen inne wohnt.
    Verstehen Sie mich nicht falsch… ich stimme zu, dass weder Heiligenschein noch Verteufelung weiterbringen. Das gilt allerdings für JEDE Hunderasse.

  88. Beisskraft, beziehungsweise physikalisch treffender Beissdruck, definiert sich durch Newton pro Quadratzentimeter (N cm−2)… das gilt vom weissen Hai bis zum Dackel gleichermaßen. Der Beisskraftquotient (BKQ) bildet sich aus Beisskraft und Körpermasse. Selbstverständlich liegt dieser bei einem Pitbull höher als bei einem Pudel… jedoch niedriger als bei Schäferhund oder Rottweiler.
    Will ich also hohes Beisskraftpotential nutzen, dann müsste ich andere Rassen in die Pit schicken.
    Um die „Kampfhunde“ ranken sich Legenden… wie beispielsweise die Kiefersperre und dass sie 82 Zähne hätten. Das ist wissenschaftlich unhaltbar. Die Niederlande hatten die RAD, eine Gesetzessammlung, die bestimmte Rassen per se und aufgrund von Genetik zu gefährlichen Rassen erklärte. Tausende Tiere wurden getötet, bis auffiel, dass es keinen Einfluß auf Beissvorfälle hatte. Zu spät, aber dennoch musste die RAD abgeschafft werden. Weil eben nicht die Genetik gefährliche Hunde erklärt, sondern die Natur ihrer Haltung. Und das betrifft uns Menschen, nicht die Hunde.
    Anbei eine schöne Rede eines fachkundigen Veterinärs:
    http://tmp.tierschutzverein-freiburg.de/informationen/listenhunde/rede-des-veterinaers-teichert.html

  89. Ich weiss wohl, woraus sich der Beissdruck definiert.
    Viele Menschen im Tierschutzbereich, entwickeln eine Art Vermenschlichung der Hundepsyche und wollen keinen biol. Determinismus anerkennen. Sogar beim Menschen ist 50% des Charakters festgelegt. Das Mär von der bösen Kindheit trifft eben nicht in dem Masse zu, wie es uns Psychoanalytiker weismachen wollen.

    Lesen Sie den Abschnitt Genetik: https://de.wikipedia.org/wiki/Hunderasse

  90. Zunächst vermenschliche ich weder noch wehre ich mich gegen die Wissneschaft. Allerdings scheint sich unser Verständnis was wissenschaftliche Erkenntnisse angeht zu unterscheiden. Weder beim Menschen und erst recht nicht bei irgendeiner Tierart, inklusive des Hundes, gibt es belastbare Erkenntnisse darüber wie Genetik und Prägung, bzw. Sozialisierung ausbalanciert sind. Sie stellen haltlose Behauptungen in den Raum. Sie werden keine Ergebnisse belegen können, dass die Gene 50% eines Charakters definieren. Wir können uns nicht wissenschaftlich auseinandersetzen, solange sie wahllos einen Prozentsatz und dessen Wirkung bestimmen. Hörensagen oder Vermutungen sind keine Argumente.
    Sollte ich mich irren, bitte erbringen Sie Belege für diese Ansicht.

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