Aafang

Erinnert Ihr Euch noch… wenn man als Kind aus den großen Ferien wieder in die Schule kam? Das ganze Schulgebäude schwirrte wie ein Bienenstock… rufen, erzählen, begrüßen, alle aufgedreht, Satzfetzen wabern durch’s Gelände, großes „Hallo!“.
Jedes Mal muss ich daran denken, wenn ein Theater seine Menschen zur Spielzeitbegrüßung im Zuschauerraum versammelt.
Und die neue Spielzeit liegt vor einem wie eine noch nicht angebissene Pizza, ein Sahnekuchen, von dem man plötzlich Lust hat die Maraschino-Kirschen zu klauen…

(Es gab Nachfragen… deswegen ein kleiner Zusatz: nee, im Titel ist kein Tippfehler… ich bin in der Schweiz…)

🙂

3 Gedanken zu „Aafang

  1. Sehr verehrte Frau Rhode,

    das ist ein sehr kurzer Artikel. Nur sieben Zeilen, die es aber in sich haben. Man muss die Zeilen nur deuten und verstehen.
    Sicher ist einTheater mit einem Bienenstock vergleichbar und hier wird laut gerufen, geklatscht und Freude gezeigt. Vielen Akteuren wird Respekt entgegengebracht und Schauspielerei -live- auf einerTheaterbühne ist ein filigranes Handwerk, was Höchstleistungen abverlangt. Aber, die letzte Zeile, mit den aufgeführten Beispielen, hat bei mir besondere Beachtung gefunden:

    Offensichtlich fiebert hier eine hoch motivierte, engagierte und gut gelaunte Schauspielerin der neuen Spielzeit entgegen. Das kann nur Erfolg bringen. Mit dieser persönlichen Einstellung kann nichts schiefgehen und vielleicht hält sich das Lampenfieber in Grenzen.

    Gespannt werde ich die ersten Kritiken lesen und verbleibe

    mit lieben Grüßen

    – Brain –

  2. Erster Schultag im Osten, noch vor dem Bau der Mauer: die aufregendste Frage war immer, wer im Westen geblieben wäre. Die sensationelleste Nachricht war, dass der Physiklehrer und die Zeichenlehrin zusammen !!!! abgehauen sind ins Feindesland.
    Erster Arbeitstag am BE, 1981: auf meine Frage zuvor, wie es denn losginge mit mir, wurde mir gesagt, ich solle am Vormittag des ersten Tages eine Weile über den Hof gehen, da würde ich alles erfahren, was wichtig sei. So war es dann tatsächlich.

  3. Ich hab‘ zwar noch eine Menge ‚rauszufinden… weil alles viel zu viel und in vier Sprachen… aber ich hab‘ mir Deine Variante vorgestellt und sehr gelacht. Danke für den Cartoon…:)

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